Berlin : Hackesche Höfe: Touristen-Magnet bietet am 16. Juli Blicke hinter die Kulissen

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Eines der meistbesuchten Touristenziele im Zentrum will sein Innerstes nach Außen kehren: Am übernächsten Sonntag, dem 16. Juli, laden die Hackeschen Höfe in Mitte zum "Tag der versteckten Höfe". "Räume, Menschen und Ideen, die man sonst nicht so wahrnimmt", sollen an diesem Tag von 9 bis 18 Uhr kostenlos Besuchern vorgeführt werden. Heinrich-Böll-Stiftung, Chamäleon-Varieté, Hackesche-Höfe-Kino, Hoftheater, die Tanzprobebühne Marameo, die Galerie Copi und eine Internetfirma bieten Einblicke hinter die Kulissen. Ziel der Aktion sei, den Besuchern einen Eindruck vom Leben im Geschäfts-, Wohn- und Kulturensemble zu geben, der über den einer Stippvisite hinausgeht, hieß es.

Die Gäste werden entlang einer Art Ameisenpfad über Hintertreppen, Dachsteige, verwinkelte Flure, Keller und Wirtschaftsräume durch die 1906 bis 1907 errichteten Hofgebäude gelotst. Schilder informieren über Charakteristisches der acht Stationen, dort stehen auch Anprechpartner für Fragen bereit. Einige bieten den Besuchern zusätzliche Leckerbissen. Das Chamäleon beispielsweise zeigt Fotos des Varietébaus aus den 20er Jahren, im Tanztheater wird eine Tanznummer vorgeführt. Die Bars der Hackeschen Höfe veranstalten zudem einen kleinen Cocktail-Wettbewerb. Demnächst wird ein Handzettel mit weiteren Informationen zu dem Aktionstag in den Höfen ausliegen.

Startpunkt der Do-It-Yourself-Führung ist die Heinrich-Böll-Stiftung, die im Dachgeschoss des berühmten weiß-blau gekachelten Hof I ihren Sitz hat. Von der Dachterrasse der Stiftung hat man einen wunderbaren Ausblick über die Dächer von Mitte, auf den Fernsehturm und den Sophien-Kirchturm. Über Hintertreppen und durch Stahltüren geht es weiter ins Filmtheater, in dem der Vorführraum zu besichtigen ist. Ein paar Türen später kann man die mit Blumen verzierten Säulen des Chamäleonsaales bewundern. Jugendstilornamente, die an das Schaffen des Hackesche-Höfe-Architekten August Endell erinnern. Der Festsaal der Höfe steht ebenso offen wie die Probebühne des Chamäleons in einem alten Heizungskeller, das Depot der Galerie Copi und das loftartige Büro des Freiburger Unternehmens Virtual Identity, das von der Londoner Innenarchitektin Sevil Peach gestaltet wurde.

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