Berlin : Händler und Grüne

Ungewöhnliche Allianz gegen Einkaufszentren in Mitte

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Ausgerechnet mit den Bündnisgrünen, die einst als Schrecken der Wirtschaft galten, hat der Berliner Einzelhandelsverband „die meisten Übereinstimmungen“. So sagte es am Freitag Geschäftsführer Nils BuschPetersen: Zusammen mit der Grünen-Abgeordneten Claudia Hämmerling kritisierte er, dass Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) das geplante Einkaufszentrum zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke zulassen will. Dieses werde Kaufkraft vom Alex wegziehen und dessen geplante Aufwertung mit Hochhäusern stören. Der „Kaufhof“ müsse seine Ausbaupläne womöglich abspecken.

Busch-Petersen argwöhnt, dass zu den angekündigten 36 000 Quadratmetern Handelsfläche in dem Zentrum weitere 15 000 hinzukommen, die bisher als „Entertainmentfläche“ gelten. Akzeptabel seien nur 10 000 Quadratmeter. Dieses Höchstmaß sieht auch ein Parlamentsantrag der Grünen vor. Die Fraktion lehnt zudem weitere Einkaufszentren an der Landsberger Allee in Lichtenberg ab. Ferner sollten generell die „Nebensortimente“ künftiger Möbelmärkte wie Ikea begrenzt werden. Die CDU-Fraktion teilte mit, auch sie wolle neue Einkaufszentren am Alex und an der Landsberger Allee verhindern. CD

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