Berlin : Härtere Zeiten

Werner van Bebber

über die Erwartungen an „Hartz IV“ Dieser Tage kann man noch ein bisschen froher sein als sonst, wenn man einen guten Job hat. Dieser Tage werden viele Arbeitslose noch genervter sein als sonst. „Hartz IV“ wird Wirklichkeit. Die Reform betrifft direkt und indirekt in Berlin und Brandenburg 400000 Menschen. Hartz IV kommt ab heute in Gestalt vielseitiger Formulare, die Langzeitarbeitslose ausfüllen müssen. Die Formularwelle trägt vielleicht eine große Sozialreform mit sich, vielleicht mehr Gerechtigkeit und weniger Sozialhilfeschnorrerei, jedenfalls viel Stress für die, die auf der einen oder anderen Seite des Beratungstisches in den Arbeitsagenturen mit „Hartz IV“ zu tun haben. Erwartungsgemäß hat ein Gewerkschafter am Wochenende vor Übergriffen, Randale, Zoff in den Arbeitsagenturen gewarnt. Innensenator Körting hat kühl entgegengehalten, es gebe keine Hinweise auf Unruhen. Polizeischutz für die Arbeitsagenturen sei aktuell ausgeschlossen. Nebenbei gesagt, beruht die Sozialreform auf einem Gesetz. Es gibt offenbar Leute in der Gewerkschaft, denen das völlig gleichgültig ist. Manchem gut gesicherten Funktionär kann es mit dem Herbeireden Weimarer Zustände nicht schnell genug gehen.

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