Berlin : Häuser und Kita in Französisch-Buchholz kurzzeitig evakuiert

wik

Ein Bombenkörper aus dem 2. Weltkrieg wurde gestern im Garten eines Einfamilienhauses im Pankower Ortsteil Französisch-Buchholz geborgen. Die sogenannte Transportbombe hatte aber weder Sprengstoff noch einen Zündmechanismus. Wegen der Bergung wurden kurzzeitig die nähere Umgebung des Fundortes geräumt.

Eigentlich wollte Günter Kecker, Besitzer eines Eigenheims in der Viktoriastraße 9, nur ein Regenwasserbecken neben seinem Haus eingraben. In etwa einem Meter Tiefe stieß der Postangestellte jedoch auf einen metallenen Gegenstand, den er zunächst für eine rostige Schippe hielt. Den Gegenstand habe er mit den Händen und einem Spachtel teilweise freigelegt, berichtet Kecker. Schließlich erkannte Günter Kecker, dass er buchstäblich auf einer Bombe sitzt. Gegen zehn Uhr alarmierte er die Polizei, die die umliegenden Häuser räumte. Evakuiert wurden auch 35 Kinder der Kita "Spatzenhaus" in der Eddastraße. Die Jungen und Mädchen im Alter bis zu sechs Jahren sowie vier ihrer Betreuer wurden mit Mannschaftswagen der Polizei in Sicherheit gebracht. Das Sprengkommando der Polizei erkannte jedoch schnell, dass der 80 Zentimeter lange und 28 Zentimeter dicke Bombenkörper keine Explosionsstoffe enthielt. Deshalb unterblieb auch die Räumung der nahegelegenen 8. Pankower Grundschule. Nach rund zwei Stunden konnten die Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Erst am vergangenen Mittwoch war eine 250-Kilo-Bombe aus dem 2. Weltkrieg am Bahnhof Grunewald entschärft worden. Der Zugverkehr war für über drei Stunden unterbrochen, fünf Häuser wurden evakuiert.

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