Berlin : Haftprüfung für Mieter nach Explosion Mann soll an Gasleitung herumgeschraubt haben

Nach der Explosion eines Hauses in Reinickendorf, war die Feuerwehr auch gestern noch mit rund 30 Helfern im Einsatz, um die Trümmer wegzuräumen. Indes sollte der 41-jährige Mieter des zerstörten Obergeschosses gestern einem Haftrichter vorgeführt werden. Er steht in Verdacht, die Explosion am Mittwochabend fahrlässig herbeigeführt zu haben. Er soll die Gasleitung manipuliert haben. Nach Tagesspiegel-Informationen hatte der Mieter den Gashahn manipuliert, aber nicht aus Zerstörungswut, sondern „um es warm zu haben in der Wohnung“, sagt ein Ermittler.

Wie berichtet, war das Gasgemisch in dem zweigeschossigen Haus im Hinterhof am Eichborndamm explodiert. Das Dach und das obere Geschoss wurden durch die Wucht der Detonation komplett zerstört. Der 41-jährige Mann erlitt dabei leichte Verletzungen durch herumfliegende Glassplitter und wurde zunächst in eine Klinik gebracht. Anschließend nahm die Polizei ihn wegen „Verdachts der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion“ fest.

Durch die Detonation gingen auch Fensterscheiben angrenzender Nachbargebäude zu Bruch. Dennoch ist das Unglück glimpflich ausgegangen: Nach jetzigen Erkenntnissen ist kein weiterer Mensch verletzt worden. Die Feuerwehr und Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) hatten in der Nacht zu Donnerstag sicherheitshalber Suchhunde in die Trümmer geschickt, um weitere, möglicherweise verschüttete Menschen zu retten. Die Hunde haben jedoch nicht angeschlagen. tabu

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