Berlin : Hahn-Meitner-Institut wird umbenannt

Seit 49 Jahren ist der Name in Berlin ein Begriff: Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung. Doch nun wird die 1959 gegründete Großforschungsanlage an der Glienicker Straße in Wannsee umbenannt. Ab sofort heißt sie Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. In den vergangenen Tagen wurde den Nachbarn in Wannsee der neue Titel per Postwurfsendung mitgeteilt.

Die Namenspatrone des Instituts, die Pioniere der Radiochemie und Kernphysik Otto Hahn und Lise Meitner, würden aber weiter geehrt, hieß es. So heißt zumindest das Zentrum der weitläufigen Forschungseinrichtung weiterhin Lise- Meitner-Campus.

Anlass für den Namenswechsel ist die zur Zeit vollzogene Fusion des Institutes mit der Forschungsgesellschaft „Bessy“ in Adlershof, hinter deren Kürzel ein komplizierter Name steckt: „Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung.“ Bessy betreibt die Strahlungsquelle BESSY II, in Wannsee steht der Forschungsreaktor BER II, der als Neutronenquelle genutzt wird – und in beiden leistungsstarken Anlagen experimentieren jährlich mehrere tausend Forscher aus aller Welt.

Durch die Fusion sollen beide Großgeräte noch intensiver im wissenschaftlichen Verbund genutzt werden – beispielsweise zur Entwicklung neuer hocheffizienter Dünnschichtsolarzellen. Und da beide Forschungsstätten Deutschlands größter Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft, angehören, firmieren sie künftig gemeinsam unter dem Namen Helmholtz-Zentrum Berlin. Geehrt wird mit diesem Namen der 1894 gestorbene Physiker und Naturforscher Hermann von Helmholtz. CS

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