Halbmarathon in Tegel : Bausenator verlangt Brücken-Gutachten

Der Tegeler Halbmarathon im August führt über eine alte Fußgängerbrücke. Bausenator Andreas Geisel verlangt zuvor ein Statik-Gutachten. Eine Glosse.

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Marathonlaufen belastet die Beine - und marode Brücken.
Marathonlaufen belastet die Beine - und marode Brücken.Foto: Thilo Rückeis

Diesmal wiehert der Amtsschimmel in der Senatsverwaltung von Andreas Geisel (Bauen, Verkehr, Umwelt) . Insgesamt 17-mal fand bislang der Tegeler Halbmarathon statt. Im Laufe der Jahre rannten dabei einige tausend Sportler über die 1983 gebaute Schneckenbrücke zwischen Borsigwalde und dem Ortskern Tegel, ohne dass die Brücke jemandem ihr Leid ob zu großer Belastung geklagt hätte. Jetzt aber verlangt Geisels Verwaltung vom Veranstalter des 18. Halbmarathons ein Gutachten, das die Tragfähigkeit der Brücke bescheinigt. Kostenpunkt: 2500 Euro für die veranstaltenden Vereine.

Der CDU-Abgeordnete Tim Zeelen hat daraufhin eine gemeinschaftliche „Begehung“ der Brücke organisiert: 42 Menschen überquerten sie, ohne Schaden zu nehmen. Am 28. August findet der traditionsreiche Lauf wieder statt – oder auch nicht.

Vorschlag: Wie wäre es, wenn die dafür zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Tragfähigkeit der Brücke selbst prüft und das durch ein entsprechendes amtliches Schild an der Brücke dauerhaft dokumentiert?

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