Berlin : Hallenwechsel: Eissporthalle wird ab Sommer 2001 abgerissen

Die Eissporthalle an der Jaffestraße in Charlottenburg wird ab Sommer 2001 abgerissen. Bis dahin werde die benachbarte Deutschlandhalle, die seit zwei Jahren geschlossen ist und ebenfalls auf die Abrissliste gesetzt werden soll, provisorisch für drei bis vier Jahre sowohl für den Profi- als auch den Breiten-Eissport ausgebaut, sagte Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Die Kosten für den Abriss von 200 Millionen Mark trägt die Messe Berlin GmbH, die das Gelände für einen neuen Südeingang benötigt. Das Konzept soll den jahrelangen Streit um den von der Messe geforderten Ausbau des Südeingangs endlich beenden.

Nach dem zwischen Senat und Messe vereinbarten Gesamtkonzept wird die Messegesellschaft in den kommenden zehn Jahren 680 Millionen Mark in Um- und Ausbauten investieren. Dazu gehört eine neue Messehalle mit moderner elektronischer Infrastruktur, die zuerst als Pressezentrum während der Fußballweltmeisterschaft 2006 dienen soll.

Da diese Investitionen nicht aus dem Landeshaushalt finanziert werden können, werden der Messegesellschaft Grundstücke übertragen, durch deren Bewirtschaftung die erforderlichen Kredite abgedeckt werden sollen. Zu den Planungen der Messegesellschaft gehört der Bau von ein bis zwei Hotels durch private Investoren. Steigende Umsätze wird die Messe Berlin nach Ansicht von Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner in den nächsten Jahren durch verstärkte Konzentration auf Neue Medien und E-Commerce erzielen.

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