Berlin : Hamburg bietet Berlin freie Haftplätze an

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Die Berliner Gefängnisse sind überfüllt, in Hamburg stehen Zellen leer. Die Hansestadt sei „generell bereit“, auch Gefangene aus anderen Ländern zu übernehmen, sagte Carsten Grote, der Sprecher der Hamburger Justizbehörde am Donnerstag. Doch das Interesse in Berlin an dem Angebot ist nicht groß.

Man habe bereits Gefangene aus anderen Bundesländern übernommen, sagte Grote. Zurzeit säßen „einige wenige“ Gefangene aus Schleswig-Holstein und Bremen in Hamburg hinter Gittern.

Ob sie demnächst auch Zelle an Zelle mit Berliner Häftlingen leben werden, ist fraglich. „Generell ist es sehr schwierig, Häftlinge zu verlegen“, sagte die Berliner Justizsprecherin Juliane Baer-Haenney. Gegen die Häftlingsverlegung sprächen finanzielle und rechtliche Gründe. So sei es teurer, den Aufenthalt in einem anderen Bundesland zu bezahlen als zu Hause. Auch habe ein Häftling einen Rechtsanspruch auf heimatnahe Unterbringung.

Laut Baer-Haenney sind diese Probleme auch der Grund dafür, dass bislang noch keine Häftlinge nach Brandenburg verlegt worden seien. Seit längerem sei man mit dem Nachbarland darüber im Gespräch. Denn auch dort gebe es freie Kapazitäten in den Gefängnissen. dpa/clk

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