Berlin : Handel prüft doppelte Preisauszeichnung

NAME

Der Berliner Einzelhandelsverband will prüfen, ob in den Berliner Geschäften eine doppelte Preisauszeichnung in Euro und DM sinnvoll ist. Dies haben Verbandshauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen und Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) verabredet. Sie unterstütze Anstrengungen, die dazu beitrügen, das verloren gegangene Vertrauen der Verbraucher wiederzubringen, sagte Knake-Werner. Es gebe aber keine Handhabe, dies bei den Händlern anzuordnen. Nach Busch-Petersens Angaben will das Präsidium des Einzelhandelsverbandes in der kommenden Woche darüber beraten, ob eine Empfehlung an die Mitglieder herausgeben werden soll. Es gebe sowohl „gewichtige Stimmen dafür als auch dagegen“, sagte Busch-Petersen. Er bekräftigte seine Auffassung, dass die Euro-Umstellung an sich nicht zu Preissteigerungen im Handel geführt habe. Bei einzelnen Unternehmen stieß die doppelte Auszeichnung auf Kritik. Als „wüsten Aktionismus“ bezeichnete beispielsweise KaDeWe-Geschäftsführer Ulrich Schmidt die Idee. Die DM-Preise wieder mit zu nennen, sei ein halbes Jahr nach der Euro-Einführung „psychologisch rückwärtsgewandt“. Zudem sei dies logistisch gar nicht zu leisten. Im KaDeWe etwa müssten 350 000 Artikel umgezeichnet werden. sik

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar