Harald Wolf : Links – aber anders

Weiterbau der Autobahn A 100? Dagegen. Tempo 30 auf Hauptstraßen? Dagegen. City-Tax für Touristen? Ja. 2012 werden die Wasserpreise sinken, wenn die „skandalösen Verträge“ verändert sind, ist Spitzenkandidat Harald Wolf zuversichtlich.

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Der Wirtschaftssenator muss im RBB-Studio zurückstehen; hier ist der Wahlkämpfer gefragt, der Kante zeigt. Dass der häufig bedächtig formulierende Senator damit so seine Probleme hat, hier merken die Zuschauer es kaum. Konzentriert, knapp und ohne Zögern – fest entschlossen, seine sieben Minuten Redezeit zu nutzen. Abweichungen vom Parteiprogramm, gar Überraschendes? Fehlanzeige.

Aber auch Angriffe auf die Konkurrenz von der SPD verkneift er sich. Dafür gibt es eindeutige Worte gegen die Traditionssozialisten. Message: Berlins Linke ist anders. Es „gibt keinerlei Rechtfertigung für den Mauerbau“ und den umstrittenen Brief an Castro hätten „wir so nicht geschrieben“, bügelt Wolf die Frage ab.

Totales Nachtflugverbot am neuen Flughafen? Ja, aber nur von 23 bis 6 Uhr – während die Grünen das schon ab 22 Uhr fordern. Da ist er doch zu spüren, der Wirtschaftssenator, dem klar ist, das die von ihm bis 2016 versprochenen 150  000 neuen Jobs eines funktionierenden Airports bedürfen. Danach aber fragen die Jungwähler nicht, sondern nach der Gleichstellung. Anteil der Frauen in Führungspositionen gesteigert, kann Wolf vermelden.

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