Berlin : Harter Rock und sanfte Töne

Die Auftritte von ZZ Top, Springsteen, Grönemeyer & Co. versprechen: Es wird ein knallbunter Konzertherbst

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Wenn die ersten Herbststürme alle Lust auf ein Bier im Freien wegfegen, dann zieht es die Rock- und Popfans in die Konzerthallen. Die Veranstalter haben für die letzten Monate des Jahres noch ein Programm auf die Beine gestellt, das von A wie Anne Clark bis Z wie ZZ Top reicht. Das Gute: Für die meisten Konzerte gibt’s noch Karten.

Die Langbärte von ZZ Top sind auch die ersten, die die Konzertreihe eröffnen: Am 10. Oktober rocken sie in der Treptower Arena. Zusammen mit dem Blues-Altstar Gary Moore wollen sie beweisen, dass sie noch gerade rechtzeitig reaktiviert wurden. Nur vier Tage später macht eine weitere Rocklegende in Berlin Station: Chris de Burgh. Er tritt im ICC mit „Timing is Everything“ auf.

Aufs richtige Timing kommt’s auch für Leute an, die am 12. Oktober beim Auftritt des Elektropop-Pionier Moby dabei sein wollen. Die Karten in der Arena sind rar. Wer eine ergattert, kann sich auf hymnenartige Musik-Tüfteleien freuen. Nur eine Woche später, am 19. Oktober, gibt sich ein großer Star des Popbusiness im ICC die Ehre. Dann lädt Prince zur – nicht ganz billigen – Audienz ein: Zwischen 48 und 86 Euro kostet’s. Um einiges billiger ist dann schon das vielfach herbeigesehnte Cranberries-Konzert am gleichen Abend in der Columbiahalle.

Das Großereignis des Herbstes dürfte indes der Auftritt Bruce Springsteens im Velodrom sein. Am 20. Oktober macht der Altmeister während eines Europa-Abstechers in Berlin Station. Am 24. Oktober steht im Columbiafritz die neue Generation auf der Bühne. Dort will die Neo-NDW-Sängerin Mia beweisen, dass die Musik en vogue ist.

Nahezu herbeigesehnt von seinen Fans wird der Auftritt des Ex-Boyzone-Frontman Ronan Keating am 23. Oktober in der Arena. Natürlich garantiert der smarte Irländer dabei einen hohen Wegschmelzfaktor. Kein Wunder, dass es nur noch wenige Karten gibt – wie bei den drei Rosenstolz-Auftritten Ende November/Anfang Dezember. Ob die Proll-Metaller von Motörhead auch so viele frisch frisierte Anhänger anlocken, scheint hingegen fraglich. Ebenfalls am 23. Oktober hauen sie in der Columbiahalle in die Saiten. Italo-Rockröhre Gianna Nannini lässt dann am 25. Oktober das Neue Tempdrom erbeben, wo am 11. und 12. November auch The Cure spielen. Mit den Klängen kann sich der Fan dann auf den Winter einstimmen. Achtung: Ein Konzert ist schon ausverkauft.

Ein hohes musikalisches Niveau mit Komik auf der Bühne verspricht zudem das Konzert der Leningrad Cowboys am 4. November in der Universal Hall. Wenige Tage später, am 10. November, folgt das nächste große Highlight: Dann nämlich hat Chris Rea im ICC seinen Auftritt. Nicht ganz so große Räumlichkeiten stehen Anne Clark zur Verfügung: Lange mussten die Anhänger der Dark-Music-Frontfrau warten – nun spielt sie am 14. November in der Samariterkirche.

Jeder Song ein programmierter Hit: Nach diesem Schema ging bislang Bryan Adams vor, der am 16. November mit seinem altbekannten Repertoire das Velodrom rocken will. Gleich zwei gute Konzerte in einer Nacht bietet aber der 22. November. Dann spielt Kosheen, die eine poppige Ära im Drum’n’Bass einläuteten, in der Universal Hall. Zudem wird das englische Elektronik- Kollektiv Underworld in der Arena auftreten. Am 28. November spielt dort schließlich die 80er-Legende Level 42 .

Ach ja, und dann ist ja da noch jemand, der in diesem Sommer die Hitlisten aufrollte: Herbert Grönemeyer. Er kommt am 25. November in die Max-Schmeling-Halle. Aber wer bisher noch keine Karte hatte, für den heißt es: Ich muss leider draußen bleiben. Ausverkauft. Henning Kraudzun

Weitere Informationen im Internet: www.arena-berlin.de , www.columbiahalle.de , www.columbiafritz.de , www.icc-berlin.de , www.getgo.de , www.eventim.de

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