Berlin : Haschisch-Kuchen für die Klassenkameraden

Jugendlicher verteilte Brownies mit Cannabis an Mitschüler

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Mit einer berauschenden Vorstellung hat sich ein Schüler von seinen Klassenkameraden an der Zehlendorfer JohnF.-Kennedy-Schule verabschiedet. Im Englischunterricht verteilte der Jugendliche an seine Mitschüler amerikanische Brownies, denen Haschisch beigemischt war. Das berichtete ein Mitschüler, der seinen Namen nicht nennen möchte, dem Tagesspiegel. „Obwohl ihn einige auf den intensiven Cannabis-Geschmack angesprochen haben, stritt er ab, dass er etwas beigemischt hat“, berichtete der 13-Klässler. Erst als der besagte Schüler zum Schulleiter zitiert und zur Rede gestellt worden sei, habe er zugegeben, dass er sich diesen Streich erlaubt hat.

„Ja, es stimmt. Selbstverständlich haben wir sofort Anzeige bei der Polizei erstattet“, sagt Schulleiter Ulrich Schürmann. „Der Schüler hat sich aber unmittelbar danach von der Schule abgemeldet. Damit sind mir meine schulischen Disziplinarmaßnahmen aus der Hand genommen worden.“ Der Schulleiter vermutet, dass der Schüler wusste, dass er das Abitur nicht schaffen kann – „womöglich wollte er einen Abgang mit Knalleffekt“.

Dieser „Problemfall“ ist nicht der Einzige, mit dem sich Schulleiter Schürmann beschäftigen musste. Im März 2000 ermittelte die Polizei gegen zwei 14-Jährige an der Kennedy-Schule, die eine angebliche Todesliste mit den Namen von sieben Klassenkameraden erstellt hatten. Grund: Weil diese einen der beiden Jungen gehänselt haben sollen. Bei der Vernehmung stellte sich allerdings heraus, dass hinter der Morddrohung nichts steckte. Der Fall ist als „überzogener Jungenstreich“ zu den Akten gelegt worden. Anfang 1998 machte der renommierten Zehlendorfer Schule die „Falschgeld-Affäre“ zu schaffen: Dabei ermittelte die Polizei gegen drei Oberstufen-Schüler – einer davon der Sohn eines Prominenten. tabu

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