Hauptstadtflughafen BER : Rotes Rathaus löst Abteilung Flughafenkoordination auf

Michael Müller sitzt nicht mehr im BER-Aufsichtsrat. Nun ist auch die Abteilung Flughafenkoordination im Roten Rathaus aufgelöst worden. In der Landesregierung stößt das auf Kritik.

Müller, der alte (Karsten Mühlenfeld) und der neue BER-Chef (Engelbert Lütke Daldrup).
Müller, der alte (Karsten Mühlenfeld) und der neue BER-Chef (Engelbert Lütke Daldrup).Foto: Gregor Fischer/dpa

Nach dem Ausscheiden Michael Müllers aus dem Aufsichtsrat des Hauptstadtflughafens BER ist die Abteilung Flughafenkoordination im Roten Rathaus aufgelöst worden. Das teilte Senatskanzleichef Björn Böhning (SPD) den Betroffenen in Abwesenheit des Regierenden Bürgermeisters mit. Die bisher in der Abteilung tätigen Mitarbeiter werden fortan mitsamt Planstellen unter Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) in der Senatsverwaltung für Finanzen arbeiten. Der Finanzsenator war dem Anschein nach allerdings nicht glücklich über diese Entscheidung. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) kritisierte den Schritt deutlich.

Experten oder Staatssekretäre in den Aufsichtsrat?

Die Flughafenpolitik des Senats muss sich nach dem Übergang vom ehemaligen Flughafenchef Karsten Mühlenfeld zu Engelbert Lütke Daldrup neu ordnen. Nicht nur der Regierende Bürgermeister hat seinen Posten im Aufsichtsrat aufgegeben, auch die Vertreter von Grünen (Dirk Behrendt) und Linken (Klaus Lederer) mussten gehen. Uneinig ist die Regierung darüber, wie sie die Posten neu besetzen. Die Grünen fordern - wie auch schon vor der letzten Entscheidung - Experten zu entsenden ("unverhandelbar"). Die Linken wollen hingegen Staatssekretäre schicken. Die Position der SPD ist nicht eindeutig. Am heutigen Donnerstag wollen die Koalitionspartner in der Sache entscheiden - gerade noch rechtzeitig vor der BER-Aufsichtsratssitzung am Freitag. (Tsp)

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