Hausfreund Farbratte : Kuschelig, schlau und gar nicht „Ihhhh!“

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Immer dabei. Helena an ihrem Stammplatz auf Katrin Klauschkes Schulter.
Immer dabei. Helena an ihrem Stammplatz auf Katrin Klauschkes Schulter.Foto: Sebastian Dudey

Helena will partout nicht wie Frauchen. Huscht hinterm Sofa lang, als wollte sie Fangen spielen. Da spitzt Katrin Klauschke die Lippen: „Helena komm, du Süße!“ Die sandfarbene Buntratte stoppt, guckt, trippelt auf sie zu, lässt sich auf die Hand nehmen. „Buntratten sind die Hunde des kleinen Mannes“, sagt Klauschke. „Die hören auf ihren Namen, spielen und kuscheln gerne, sind wissbegierig, lassen sich prima dressieren und in vielen Farbschlägen züchten.“

Sie machen Männchen, springen auf Podeste

Ihr Stammbaum reicht zurück bis zu den Wanderratten des Mittelalters, die von Schaustellern und Rattenfängern erstmals gezähmt wurden. Die einen wollten Kuriositäten zeigen, die anderen ihr Verhalten studieren. Katrin Klauschke begeisterte sich für die schlauen Nager vor 22 Jahren, als es Punks schick fanden, mit zahmen Ratten auf der Schulter U-Bahn zu fahren. In ihrer Wohnung in Schönefeld hält sie 12 Tiere in Käfigen, meist zwei gemeinsam, da sie Geselligkeit lieben. Öfter sauber machen und täglich ein Mix aus speziellem Rattenfutter, Obst und Gemüse – das ist schon etwas Arbeit, aber es lohnt sich. Das ganze Dutzend begrüßt sie freudig, wenn sie heimkommt. Manche brummen leise und rennen hin und her. Andere machen sogar Tricks – laufen auf Hinterpfoten, springen auf Podeste. Klauschke streichelt Helenas Fell. „Komisch, dass manche Leute bei ihr ,Ihhhh!‘ schreien."

Mehr Infos gibt es bei der Berliner Interessengemeinschaft Farbratten, www.ig-farbratten-berlin.de

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