Havarie am Karfreitag : Flughafen Tegel wäre beinahe geschlossen worden

Weil am Saatwinkler Damm ein Wasserrohr gebrochen war, kam am Flughafen fast kein Wasser mehr an. Im Fall eines Brandes wäre das ein Problem geworden.

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So sah es während des Lufthansa-Streiks am Flughafen Tegel aus. Beinahe wäre es am Freitagabend ähnlich gekommen - wenn auch aus einem anderen Grund.
So sah es während des Lufthansa-Streiks am Flughafen Tegel aus. Beinahe wäre es am Freitagabend ähnlich gekommen - wenn auch aus...Foto: dpa

Der Flughafen Tegel hätte am Abend des Karfreitags beinahe den Betrieb einstellen müssen. Grund war ein Wasserrohrbruch am Saatwinkler Damm. Dort war nach Auskunft der Wasserbetriebe gegen 19.15 Uhr eine 80 Zentimeter dicke Trinkwasserleitung kaputtgegangen, so dass am Flughafen fast kein Wasser mehr ankam. Damit hätte auch die Feuerwehr im Fall eines Brandes Probleme beim Löschen bekommen können. Die Feuerwehr war nach Auskunft des Lagezentrums bereits vom Flughafen gewarnt worden, aber im Laufe des Abends habe sich das Problem zumindest teilweise beheben lassen. Damit konnte der Flugbetrieb weitergehen.

Der Rohrbruch machte sich auch in vielen Haushalten in Charlottenburg-Nord bemerkbar, wo das Wasser nicht mit dem gewohnten Druck aus dem Hahn kam. Warum die knapp 70 Jahre alte Leitung brach, ist nach Auskunft der Wasserbetriebe (BWB) unklar. Rohre dieses Alters seien „im Zenit ihres Lebens“, sagte BWB-Sprecher Stephan Natz. Einige Leitungen sind über 100 Jahre alt – und nicht immer seien die ältesten Rohre die problematischsten. Als Hauptbelastung gilt der Schwerlastverkehr; aber die Leitung am Saatwinkler Damm sei nicht direkt unter der Fahrbahn gebrochen. Das Wasser schwemmte auch einen Teil der Böschung samt einem Baum in den Hohenzollernkanal.

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