Berlin : Heilende Noten

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Den Namen hat Yehudi Menuhin zur Verfügung gestellt, die Sache praktiziert die von dem großen Musiker verfochtene Idee von der Musik als sozialer und heilender Kraft: Seit mehr als zehn Jahren veranstaltet der Verein „Yehudi Menuhin live music now“ gratis Konzerte in Kliniken, Altersheimen, Behindertenstätten und anderen vergleichbaren Einrichtungen. Zugleich ermöglicht er jungen Künstlern, sich öffentlich zu erproben. Rund 130 Konzerte sind es im Jahr – ziemlich viel für einen Verein, der ganz auf Spenden angewiesen ist. Mit einem „poetischmusikalischen Abend“ rief er sich am Donnerstagabend seinen Berliner Freunden wieder in Erinnerung. Und reetablierte mit der kleinteiligen Mischung von Dichtung und Musik eine alte Veranstaltungsform. Geht das noch? Und ob. Eben dann, wenn, wie im kleinen Saal des Musikinstrumentenmuseums neben der Philharmonie, der Schauspieler Gerd Wameling zum Beispiel Schiller rezitiert – und längst versunkene Zitat-Klassiker wieder ins Gedächtnis ruft –, während die jungen Musiker mit Hingabe und Vergnügen ihr Können erproben. Rdh.

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