Berlin : Heiße Spur bei der Suche nach dem Schwarzen Riesen

21-Jähriger aus Sierra Leone unter dringendem Verdacht

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Rund 50 Hinweise wurden ausgewertet – darunter offenbar auch goldene Tipps: Nach wochenlanger vergeblicher Suche ist die Polizei dem „Schwarzen Riesen“ inzwischen dicht auf den Fersen. Nach Veröffentlichung von Fahndungsfotos, die den dunkelhäutigen Serienräuber bei einem Überfall auf eine ElfTankstelle an der Rhinstraße in Marzahn zeigen, verdichteten sich die Hinweise auf einen 21-Jährigen aus Sierra Leone. Er hat in Berlin keine Wohnung und hält sich derzeit vermutlich im Ausland auf, hieß es am Montag bei der Polizei. Seit Veröffentlichung der Fahndungsfotos sei der Mann untergetaucht, sagte Chefermittler Manfred Schmandra. Seit vergangenem Freitag wird mit internationalem Haftbefehl nach ihm gesucht. Der dunkelhäutige, fast zwei Meter große Mann soll 17 Raubtaten begangen haben. Seit dem 16. Januar waren Videotheken, Tankstellen, Lebensmittelgeschäfte und ein Hotel überfallen worden. Der Täter war nie maskiert, aber immer mit einer Pistole bewaffnet. Geschossen hat er jedoch nie.

Noch immer zweifelt die Polizei, ob für die Überfallserie wirklich nur ein Täter verantwortlich ist. Ende Januar hatte die Polizei einen Gambier festgenommen. Er war von einigen Opfern wiedererkannt worden. Aber während er in Untersuchungshaft saß, gingen die Überfälle weiter. Der Gambier wurde von der Untersuchungshaft verschont. Entlastet werden könne er aber erst, wenn der Verdächtige aus Sierra Leone gefasst und alle Taten gestanden habe, sagte Schmandra. weso

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