Berlin : Heizkostenhilfe: Wenig Interesse an Zuschuss

In Berlin hat bislang nur rund ein Zehntel der Berechtigten einen Antrag auf Heizkostenzuschuss gestellt. In den Wohnungsämtern liegen bisher 21 000 Anträge vor. Nach Schätzungen, die auf den Daten des Statistischen Landesamtes beruhten, war dagegen anfangs von bis zu 200 000 berechtigten Haushalten ausgegangen worden, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Montag mit. Damit sei die Zahl der Anträge deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Wer den Zuschuss in Anspruch nehmen möchte, muss sich jetzt beeilen. Die Anträge können nur noch bis Ende April gestellt werden. Nachdem im vergangenen Jahr die Energiepreise so enorm gestiegen waren, hatte die Bundesregierung beschlossen, Haushalte mit einem geringen Einkommen einen Heizkostenzuschuss zu gewähren. In Berlin wird die Auszahlung von den bezirklichen Wohnungsämtern übernommen.

Die Einkommensgrenze für die Gewährung des Zuschusses beträgt zum Beispiel bei einem Zweipersonenhaushalt 2300 Mark pro Monat. Bei einem Einpersonenhaushalt liegt das Limit bei 1650 Mark, bei drei Personen bei 2850 Mark und bei vier Personen bei 3400 Mark. Für jede weitere Person erhöht sich die Einkommensgrenze um 550 Mark. Wohngeldempfänger sind ohnehin zuschussberechtigt.

Antragsvordrucke liegen in den Wohnungsämtern der Bezirke aus. Dort muss auch das unterschriebene Formular innerhalb der gesetzten Frist abgegeben werden. Die Stadtentwicklungsverwaltung weist darauf hin, dass später eintreffende Anträge nicht mehr bearbeitet werden können, da die Frist gesetzlich vorgeschrieben ist.

Vom 18. April an können dann schon die ersten 50 000 Zahlungen an Wohngeldempfänger erfolgen. Allerdings sind bei einigen von ihnen manche Angaben nicht vollständig und insofern noch zusätzliche Ermittlungen erforderlich, so dass diese ihre finanziellen Unterstützungen erst zu einem späteren Zeitpunkt erhalten können.

0 Kommentare

Neuester Kommentar