Berlin : Helfen ist keine Modefrage

Spendenaktion hat schon 270 000 Euro beisammen. Und erneut kam ein Scheck

Annette Kögel/Rita Nikolow
Sternstunde. Marion Bleß, Klaus Eberhardt und die Kinder der „Wilhelmine“ bei der Scheckübergabe.Foto: Kai-Uwe Heinrich
Sternstunde. Marion Bleß, Klaus Eberhardt und die Kinder der „Wilhelmine“ bei der Scheckübergabe.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Erst kam der Scheck, dann die Pizza: „Ich freue mich, dass wir mit unserer Spende helfen können“, sagte Klaus Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Berlin, während der Scheckübergabe an Tagesspiegel-Geschäftsführerin Marion Bleß. Die im Namen des Spendenvereins herzlich dankte: „Mit diesen 10 000 Euro können wir viel Gutes tun.“

Gastgeber für die Übergabe war eines der Projekte, denen das Geld aus der Spendenaktion zugeleitet wird: Der „Offene Treff“ des „Familientreffs Wilhelmine“ in der Spandauer Wilhelmstadt. Einem Kiez, in dem viele Grundschulkinder nach der Schule nicht wissen, wohin sie gehen und was sie tun sollen.

Die Antwort der „Wilhelmine“ auf diese Frage lautet: Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote. Betrieben wird sie vom Träger „Trialog e.V.“. „Es ist wichtig, die Kinder beim Lernen zu unterstützen“, sagte Klaus Eberhardt und unterhielt sich mit den jungen Besuchern – die gerade Pizza machten. „Ich komme sehr oft her, weil ich hier essen, lernen und spielen kann“, sagte ein neunjähriges Mädchen.

Gesellschaftliches Engagement ist für Klaus Eberhardt kein Modetrend: „Es gehört für uns als Genossenschaftsbank von Anfang an dazu.“ Schließlich hätten Eisenbahner die Sparda-Bank gegründet – aus einer sozialen Not heraus. „Mir ist es wichtig, dass die Projekte, die wir unterstützen, beständig sind.“ Auch mit der „Wilhelmine“ kann sich die Bank eine dauerhafte Zusammenarbeit gut vorstellen.

Für gute Nachrichten sorgen in diesen Tagen viele Leserinnen und Leser des Tagesspiegels. Per Kontostand haben Sie auf das Konto unserer Spendenaktion „Menschen helfen!“ bislang bereits exakt 269 693,53 Euro überwiesen.

Unsere Hilfsaktion für das soziale Berlin läuft noch bis ins Frühjahr weiter, denn der Spendenverein dieser Zeitung weiß aus Erfahrung, dass auch lange nach Weihnachten weiter gespendet wird. Wie berichtet und in unserer Serie vorgestellt, haben wir in diesem Jahr 57 soziale Projekte, Verbände, Ehrenamtsinitiativen und freie Träger aus dem gesamten Hilfespektrum dieser Stadt berücksichtigen können. Da Transparenz heutzutage große Bedeutung zukommt, können Sie, liebe Leserinnen und Leser, unsere komplette Liste mit allen Empfängerprojekten auch online abrufen.

Tagesspiegel-Leser wissen das: Bei „Menschen helfen!“ können Spender schon allein aus logistischen Gründen nicht gezielt nur für eines der Projekte Geld überweisen. Die Mitglieder aus Verlag und Redaktion, die sich im Tagesspiegel-Spendenverein engagieren, werden nach einem Kassensturz im März entscheiden, wem welcher Betrag zukommen soll. Denn manche Vereine sind äußerst bescheiden, baten im Vorfeld bloß um wenige hundert Euro, da darf in dringenden Fällen ein bisschen aufgerundet werden. Andere hingegen haben die Wunschsumme recht großzügig angesetzt, dort ist dann erfahrungsgemäß schon mit etwas abgespeckten Beträgen sinnvolle und effektive Arbeit möglich. In den vergangenen 18 Jahren der Spendenaktion hat sich dieses Verfahren gut bewährt. Annette Kögel/Rita Nikolow

Spenden bitte an: Spendenaktion Der Tagesspiegel e. V., Verwendungszweck: „Menschen helfen!“, Berliner Sparkasse (BLZ 100 500 00), Konto 250 030 942 – bitte Namen und Anschrift für den Spendenbeleg notieren. Die Liste mit allen Projekten und Infos zu „Menschen helfen!“ im Internet unter www.tagesspiegel.de/spendenaktion

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