Berlin : Helios bezieht im Sommer 2007 Klinikneubau in Buch

Nach Umzug in das 1000-Betten-Haus steht altes Krankenhausgelände leer. Hoffnungen auf weitere 600 Jobs zerschlugen sich

Ingo Bach

Der Neubau des Helios-Krankenhauses in Berlin-Buch nimmt Gestalt an. Man rechne mit der Fertigstellung des 1000Betten-Hauses bis Ende des ersten Quartals 2007, sagte Jörg Reschke, Helios-Regionalgeschäftsführer Berlin-Brandenburg, dem Tagesspiegel. Der Umzug der Klinikabteilungen, die sich zum größten Teil auf dem Gelände der vor 90 Jahren errichteten Krankenhausgebäude an der Wiltbergstraße befinden, soll dann im Sommer kommenden Jahres stattfinden. „Der Umzug wird etwa vier Wochen in Anspruch nehmen“, sagt Reschke. Derzeit läuft der Innenausbau des 200-Millionen-Euro-Projektes, das der private Klinikkonzern ohne öffentliche Förderung finanziert, auf Hochtouren. Zurzeit seien täglich zwischen 400 und 500 Arbeiter auf dem Bau, sagt Reschke. In der Schlussphase soll diese Zahl noch auf bis zu 700 steigen.

Unterdessen wurde bekannt, dass Berlin durch den Umzug der Helios-Zentrale aus Fulda nach Berlin weit weniger Arbeitsplätze gewinnt, als möglich gewesen wären. Denn ursprünglich hätte nicht nur die Hauptverwaltung mit rund 100 Arbeitsplätzen nach der Fertigstellung des Bucher Neubaus auf dem dann freigezogenen alten Klinikgelände unterkommen sollen, sondern auch diverse Tochterunternehmen, etwa EDV- und andere Klinikdienstleister. Nach Tagesspiegel-Informationen wären das noch einmal über 550 Jobs gewesen.

Doch der Verkauf der Helios-Gruppe an den Gesundheitskonzern Fresenius im Oktober 2005 habe diese Pläne zerschlagen. Die Tochterfirmen wechseln nicht nach Berlin, und die abgespeckte Helios-Zentrale wird bis Ende 2006 mit 60 Arbeitsplätzen in eine Etage eines Bürogebäudes an der Friedrichstraße ziehen.

Damit hat sich aber auch der Förderantrag von Helios für den Umzug erledigt. Wie berichtet, hatte der Konzern beim Wirtschaftssenator Mittel in Höhe von 20 Prozent der auf bis zu 40 Millionen Euro taxierten Sanierungskosten für das alte Klinikgelände beantragt. Doch da die Zentrale nun in eine angemietete Büroetage ziehe, gebe es auch keine Grundlage mehr für eine Förderung, heißt es aus der Wirtschaftsverwaltung.

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