Berlin : Helios-Klinik will Finanzspritze für Umzug

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Der private Klinikkonzern Helios will für seine im Jahr 2007 geplante Verlegung der Konzernzentrale von Fulda nach Berlin eine Finanzspritze vom Senat. Nach TagesspiegelInformationen hat Helios beim Wirtschaftssenator einen Antrag auf Fördermittel für den Umzug gestellt. Der Antrag wird derzeit geprüft. Über die Höhe wollen weder die Verwaltung noch Helios Angaben machen. An dem Umzug halte man aber fest – unabhängig davon, ob gefördert werde oder nicht, heißt es von der Konzernleitung.

Eigentlich war der Umzug ein Trumpf im Bieterstreit um die Zehlendorfer Behringklinik im vergangenen Jahr. Unter anderem mit diesem Argument stach Helios seinen Konkurrenten Rhön-Kliniken aus. Auch die ehemaligen städtischen Kliniken in Buch gehören zu Helios. Das Fördergeld soll aus dem Budget der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ stammen, das je zur Hälfte vom Bund und vom Land finanziert wird. Hinzu kommen EU-Mittel. Im vergangenen Jahr hat Berlin aus diesem Topf 214 Projekte mit insgesamt 41 Millionen Euro gefördert. Damit habe man 4284 Arbeitsplätze in Berlin geschaffen beziehungsweise gesichert. Macht rechnerisch also 9570 Euro pro Job. Helios will mit der Zentrale rund 100 Arbeitsplätze in die Stadt verlegen. I.B.

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