HELMHOLTZ-ZENTRUM : HELMHOLTZ-ZENTRUM

DER ERSTE REAKTOR

Bereits 1958 wurde auf dem Gelände in Wannsee ein erster Forschungsreaktor in Betrieb genommen. 1972 wurde er abgeschaltet, ein Jahr später ging die Arbeit in einem neuen Meiler weiter. Bis 2008 hieß die Anlage Hahn- Meitner-Institut, später Helmholtz-Zentrum. Seit Oktober 2010 ist der Reaktor außer Betrieb. Das wichtigste Teil der Anlage, das Strahlrohr, musste bereits gewechselt werden. „Ein weiteres Mal wird es nicht geben“, sagte Helmholtz-Sprecherin Ina Helms.

DIE FORSCHUNG

Durch die konische Röhre werden aus dem Atomkern abgespaltene Neutronen für Experimente aufgefangen. Der Meiler selbst erzeugt keinen Strom, er wird ausschließlich zu Forschungszwecken eingesetzt. Seine Leistung ist deutlich geringer als die eines Atomkraftwerks. Zum Vergleich: Der Berliner Forschungsmeiler bringt es auf zehn Megawatt, Deutschlands stärkstes Atomkraftwerk Isar schafft 1400 Megawatt. Doch genau wie im Atomkraftwerk Isar gibt es in Wannsee radioaktives Material. Rund sieben Kilo Uran hängen im Reaktorbecken, weitere Brennelemente sind gelagert. tor

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