Berlin : Hemingway und die Zeitschriftenverleger

„Publishers’ Night“ in der Hauptstadtrepräsentanz der Telekom

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„Wer an Werbung spart, um Geld zu sparen, kann genauso gut die Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“ Dieser Satz von Ernest Hemingway wurde am Mittwoch gern zitiert. Die Zeitschriftenverleger, die am Mittwoch und Donnerstag in Berlin tagten, leiden seit drei Jahren darunter, dass die Unternehmen immer weniger Anzeigen schalten. Doch die Anzeigenkrise scheint ein Ende zu haben. Es geht aufwärts, auf alle Fälle aber nicht weiter abwärts. Das ist die freudige Erkenntnis, die die Verleger der großen, kleinen, bunten und wirklich wichtigen Blätter mit nach Hause nahmen. Am Abend wurde die Erkenntnis bei der „Publishers’ Night“ ausgiebig gefeiert, es kommt schließlich nicht oft vor, dass die Familie der Zeitschriftenverleger (fast) vollzählig zusammenkommt. Und wie das so ist mit Familien. Es wurde nicht nur getrunken und gegessen, sondern auch ausgiebigst gelästert, und sich gefetzt.

Zu jeder ordentlichen Familienfeier gehören aber auch Geschenke. Moderatorin Barbara Schöneberger übergab im Namen des Verlegerpräsidenten Hubert Burda den „Unternehmerpreis 2003“ an KaiUwe Ricke , Vorstandschef der Telekom, in deren Hauptstadtrepräsentanz die „Publishers’ Night“ gefeiert wurde. Die Party dauerte bis spät in die Nacht. Keiner schaute auf die Uhr. Manche dachten wohl, sie könnten die Zeit anhalten. Am nächsten Morgen wachten sie mit dickem Kopf auf. Hemingway hat recht. Wer nicht wirbt, wird’s später büßen. usi

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