Herbst in Berlin : Weck' den Sommer ein!

Es wird herbstlich bunt und warm – vielleicht zum letzten Mal vor trüben Tagen und frostigen Nächten. Zeit, sich umzustellen, Haus und Garten fit zu machen. Wir haben uns ein paar Projekte für den Herbst vorgenommen.

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Herbst ist, wenn Papa ein bisschen Obst vorbeibringt: "Kannst du alles einwecken, mein Junge."
Herbst ist, wenn Papa ein bisschen Obst vorbeibringt: "Kannst du alles einwecken, mein Junge."Foto: dpa

Wenn es so was gibt wie „Frühjahrsputz“, wie heißt dann das Pendant im Herbst, wenn alles winterfest gemacht wird … ähm, „Winterfest“? Alles, was man im Schnee nicht braucht (Kinderbuddeleimer, Liegepolster, ff.), verschwindet bis April im Schuppen. Der Grillrost wird noch mal mit Öl gereinigt und hinter der Bierbank verstaut, die Grillsaucen mit Ingwer-Ananas-Geschmack landen im Müll.

Wobei: So ein Grillabend im Schnee soll ganz wunderbar sein – schade nur, dass Supermärkte keine Kohle mehr im Sortiment haben („Keene Vorräte jekooft, junger Mann, wa?“). Anfängerfehler, aber man kann ja auch mal wieder Grünkohl futtern – das Glas steht eh seit letztem Winter (oder vorletztem?) in der Speisekammer.

Und was machen wir mit der „Berliner Weiße“ im Regal? Am Sonnabend spielt Hertha, da kann man die Kumpels ja vorm Anpfiff ganz gönnerhaft mit ein paar Fläschchen überraschen. Alles muss weg, alles muss raus. Und die restlichen Wurstpakete landen im Tiefkühler.

Berliner Herbstmomente
Laubbad im Volkspark Friedrichshain. Liebe Leserinnen, liebe Leser: Senden Sie uns Ihre Berliner Herbstfotos an leserbilder@tagesspiegel.de. - Foto: Robert Agthe (CC BY 2.0)Weitere Bilder anzeigen
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21.11.2013 14:38Laubbad im Volkspark Friedrichshain. Liebe Leserinnen, liebe Leser: Senden Sie uns Ihre Berliner Herbstfotos an...

Nur ist es leider auch so, dass im Herbst ganz viel Kram sich ansammelt: Seit Wochen schleppt die geschätzte Familie körbeweise Birnen und Äpfel heran („Könnt ihr alles einwecken!“). Und eine Eimerladung aufgesammelter frischer Walnüsse trocknet auch schon ausgebreitet auf dem Fußboden. In einigen Wochen kann man sie essen.

Bis zum Frühling gehört der Nussknacker nun zum sichtbaren Kücheninventar. Das wird ein richtiges Winterfest. André Görke

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