Hermann-Kesten-Medaille : Autorin Leonie Ossowski wird geehrt

Die Berliner Schriftstellerin Leonie Ossowski wird vom Hessischen Kunstministerium und der Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland mit der Hermann-Kesten-Medaille ausgezeichnet.

Berlin/Wiesbaden - Die Autorin werde für ihr soziales und politisches Engagement geehrt, das tief in ihrem literarischen Werk verankert sei, sagte der Staatssekretär im Kunstministerium, Joachim-Felix Leonhard, und der Generalsekrätar des PEN-Zentrums Wilfried Schoeller. Ihre Romane, Dramen und Drehbücher würben um Verständnis für sozial Ausgegrenzte und für eine deutsch-polnische Verständigung nach Jahrzehnten der Feindschaft und des wechselseitigen Misstrauens.

Die Hermann-Kesten-Medaille wird seit 1985 aus Anlass des "Writers-in-Prison-Day" an Persönlichkeiten verliehen, die sich für bedrohte, verfolgte oder inhaftierte Schriftsteller und Journalisten und damit für Menschenrechte und die Freiheit des Wortes einsetzen. Der Preis ist nach dem Schriftsteller und langjährigen PEN-Präsidenten Hermann Kesten benannt. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.

Durchbruch als Jugendbuchautorin

Ossowski ist 80 Jahre alt. Berühmt wurde die siebenfache Mutter vor allem als Jugendbuchautorin. Ihr Roman "Die große Flatter" (1977) erzählt die Geschichte zweier Mannheimer Jungen aus dem Obdachlosen-Milieu. Ossowski lebt seit 1980 in Berlin. Die geborene Jolanthe von Brandenstein kam als Tochter eines niederschlesischen Gutsbesitzers zur Welt.

Neben der "großen Flatter" wurden von Ossowski "Zwei Mütter" und "Stern ohne Himmel" verfilmt. Auch für den ARD-"Tatort" lieferte Ossowski zu. Zweimal erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis.

Der Autorin wird die Medaille am 14. November in der Hessischen Landesvertretung in Berlin verliehen. (tso/ddp)

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben