Berlin : Herren mit Femme fatale

„Hommage an die 20er Jahre“ – Karten zu gewinnen

Daniela Martens

Herr Wieth ist klein und rund. Herr Stange groß und schmal. Und Herr Neumann irgendetwas dazwischen. Dafür ist er immer aufrecht und ernst. Sogar dann, wenn er mit angewinkelten Armen das Flügelschlagen eines Federviehs imitiert und singt: „Ich wollt’, ich wär ein Huhn.“ Herr Stange dagegen trällert das Lied mit einem strahlenden Lächeln auf dem Gesicht und kugelrund gerolltem „Errr“. Noch deutlicher hört man das, wenn er „Verrrronika, derrrr Lenz ist da“ anstimmt. Alle drei Herren sehen aus wie aus dem Ei gepellt – als gingen sie auch zum Einkaufen im Frack oder mindestens im Pfeffer-und-Salz-Dreiteiler.

Die drei „Herren von der Tankstelle“ singen und tanzen, als wären sie mit einer Zeitmaschine aus den Zwanzigerjahren in die Gegenwart geflogen. Herr Wieth und Herr Neumann heißen wirklich so, Herr Stange lässt im Dunkeln, ob das sein richtiger Name ist. Entstanden ist das Showtrio in Anlehnung an den Musicalfilm „Die drei von der Tankstelle“ von 1930. Das Westin Grand hat die drei für die Tanzdinnerveranstaltung „Hommage an die 20er Jahre“ bis Ende Mai gebucht. Mit dem Salonorchester Berlin in kleiner Besetzung unterhalten sie die Gäste nun donnerstags und freitags im Jugendstil- Restaurant „La Grand Silhouette“ des Hotels. Dazu wird ein Menü mit Saibling-Kaviar, glacierten Berliner Schluppen und Rinderfilet serviert. Zwischen den Show- Einlagen wird getanzt. Zum Dessert – Eis-Parfait mit Blattgold – singt Salonorchester-Sängerin Susann Hülsmann im goldenen Kleid und Federboa von ihren Liebhabern: „Mein erster der hieß Hans“ und fragt sich in schönstem grammatikfreien Deutsch: „Warum liebt der Wladimir, gerade mir, gerade mir“. Mit verruchtem Timbre und ungebändigter roter Mähne spielt sie die Femme fatale – mit einem Schuss Gassenjunge, wenn sie auf zwei Fingern pfeift. Kein Wunder, dass der lange, fröhliche Herr Stange beim Duett vor ihr niederkniet und ihr einen Handkuss gibt.

Westin Grand, Friedrichstraße 158-164 (Telefon 2027 3185), donnerstags und freitags, 19 Uhr; 59 Euro pro Person. Wir verlosen zehn Karten für den 30. März. Einsendungen mit Name und Telefonnummer bis 24.3. an: verlosung@tagesspiegel.de, Betreff: Hommage

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