Herrmann und Monteiro : Prominente Patinnen für Takine im Tierpark

Die Bezirksbürgermeisterinnen Monika Herrmann und Birgit Monteiro übernehmen die Patenschaft für Lolek und Bolek - die kleinen Sichuan-Takine im Lichtenberger Tierpark.

Tania Röttger
Tierisch gute Laune. Die Sichuan-Takine Lolek und Bolek.
Tierisch gute Laune. Die Sichuan-Takine Lolek und Bolek.Foto: dpa

Nach den Seeadlern rechts hoch liegt das Gehege der Sichuan-Takine. Die zotteligen Tiere sind eine seltene Art, ihren Genen nach eine Mischung von Ziege und Rind. Im März wurden in Lichtenberg zwei Jungen geboren die nun zwei prominente Patinnen bekommen: die Bezirksbürgermeisterinnen von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne) und Lichtenberg, Birgit Monteiro (SPD). Toll, sagt Tierparkdirektor Andreas Knieriem, dass auch mal unbekanntere Tiere Paten bekommen. Zur Feier des Tages hat er die Sichuan-Takine extra aus dem Gehege gelassen, als er den Bürgermeisterinnen ihre Urkunden überreicht.

Namensgebend war eine polnische Zeichentrickserie

Monteiro unterstützt den Tierpark schon länger. Zuvor war sie Patin eines Kängurus, das aber voriges Jahr starb. Als im März die Takine geboren wurden und sie die Namen der Tiere erfuhr, hatte sie ihr neues Patentier gefunden, sagt sie. Die Halbbrüder heißen Lolek und Bolek, nach einer erfolgreichen polnischen Zeichentrickserie aus den 1960er Jahren. Die habe sie früher selbst geschaut, sagt Monteiro. Aber sie wollte die Patenschaft gerne mit jemandem teilen.

Schon länger hatten die Bürgermeisterinnen der benachbarten Bezirke eine gemeinsame Aktion geplant, sagt Hermann.

Die neuen Patinnen: Birgit Monteiro (links) und Monika Herrmann freuen sich gemeinsam mit Tierparkdirektor Andreas Knieriem.
Die neuen Patinnen: Birgit Monteiro (links) und Monika Herrmann freuen sich gemeinsam mit Tierparkdirektor Andreas Knieriem.Foto: dpa

An Rudern hätten sie gedacht oder eine Fahrradtour, „aber die Tiere sind doch besser“, sagt sie. Und: Für die Grünen seien zwar Zoos auch ein heikles Thema, aber der Tierpark habe eben eine besondere Herangehensweise. Die Gehege seien weitläufig und naturnah.

Die beiden bezahlen ihre Patenschaft privat. 250 Euro pro Jahr, sagt Monteiro. Die günstigsten Patenschaften im Tierpark sind für jährlich 100 Euro zu haben, etwa für eine Vogelspinne oder einen Riesenwindhund, die teuerste für 5000 Euro, für einen Elefanten.

„Wie Lolek und Bolek haben die Bezirke Gemeinsamkeiten und Unterschiede“, sagt Monteiro. Sie hofft nun auf mehr Besucher aus dem Nachbarbezirk.

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