Hertha-Graffiti in Mariendorf : Dutzende Stromkästen in Blau-Weiß

Hertha BSC elektrisiert die Fans in Berlin, ganz besonders in Mariendorf. Das sieht man dort an vielen Stromkästen. Eine Glosse.

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HaHoHe. In Mariendorf haben Hertha-Fans Dutzende von Stromkästen besprüht.
HaHoHe. In Mariendorf haben Hertha-Fans Dutzende von Stromkästen besprüht.Foto: privat

Lang, lang ist’s her. Da war Mariendorf das Zentrum des fußballerischen Berlins. Hier wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts das erste Länderspiel gegen England, einen der Lieblingsgegner der Deutschen, ausgetragen. Mitte der achtziger Jahre war der Mariendorfer Verein Blau Weiß 90 das fußballerische Maß der Dinge in Berlin, dessen Stern aufging, während Hertha abstieg. Der Höhenflug war kurz und führte letztlich zu einer Bruchlandung. Bei Blau Weiß denken Berliner jetzt vor allem an Hertha, die die gleichen Farben trägt.

Deren Spiel, das dem Verein den jetzigen zweiten Tabellenplatz eingebracht hat, begeistert derzeit die Fans in der gesamten Stadt. Und damit kommen wir zurück in den südlich von Tempelhof gelegenen Stadtteil, der so darunter leidet, immer wieder mit seinem Nachbarn Marienfelde verwechselt zu werden. In Mariendorf sind Fans von Hertha dermaßen elektrisiert, dass sie in den vergangenen Tagen gleich mehrere Dutzend Stromkästen unten weiß und oben blau mit einem dezenten weißen „H“ in der linken Ecke besprühten. Angesichts der sonst üblichen Schmierereien auf den ohnehin nicht ansehnlichen, grauen Kästen fällt diese Art von Graffiti beinahe positiv auf.

Hoffen wir also mal, dass Hertha die Energie nicht so bald wieder verlässt.

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