Berlin : Herthas Stadionsprecher haben sich für die Fußball-WM qualifiziert

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Die beiden Männer mit dem Mikrofon haben schon viel erlebt mit Hertha BSC im Olympiastadion: Dramatik im Abstiegskampf, furchtbare Langeweile im Nieselregen, manchmal aber auch große Fußballfeste mit tanzenden Spielern.

Seit den Neunzigerjahren schon sind Fabian von Wachsmann , 38, und sein Kollege Udo Knierim , 29, über die Lautsprecheranlage im Olympiastadion zu hören. Jetzt wurden die beiden auch zu den offiziellen Stadionsprechern bei der Fußball-WM in Berlin ernannt. „Sie sollen den Fans einheizen, durchs Vorprogramm führen“, heißt es beim WM-Organisationskomitee (OK). Die beiden Berliner werden die Aufstellungen vorlesen, Ein- und Auswechselungen ansagen, die Torschützen nennen – auf Englisch und Deutsch. Am 10. Mai werden sie extra vom OK geschult. „Das ist der absoluter Wahnsinn“, sagt Knierim. „Meine Kumpels müssen sich umständlich für Karten bewerben und ich darf im Olympiastadion arbeiten.“

Sechs WM-Spiele, inklusive Finale, finden in Berlin statt. Fabian von Wachsmann und Udo Knierim werden sich abwechseln. Zur Unterstützung reist zur WM auch der Stadionsprecher von Werder Bremen an, Christian Stoll heißt der. Eng wird es allerdings, wenn die deutsche Mannschaft im Olympiastadion spielt. Die bringt nämlich ihren eigenen Stadionsprecher mit, Udo Wenzel . Der allerdings soll so seine Probleme mit der englischen Sprache haben. Dann werden von Wachsmann oder Knierim einspringen. AG

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