Berlin : High-Tech für die Turbo-Rasur

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Mit Tempo „Mach3Turbo“ über die Bartstoppeln fegen – das gibt es nur beim Rasierklingenhersteller Gillette. In seinem Berliner Werk südlich des Flughafens Tempelhof fertigt das amerikanische Unternehmen jährlich mehr als eine Milliarde High-Tech-Klingen für den europäischen Markt, den Nahen Osten und Afrika. Für die Entwicklung des Drei-Klingen-Systems wurden 600 Millionen Euro ausgegeben und 35 Patente angemeldet. Die „Turbo“-Variante verschlang weitere Unsummen.

Gillette ist Weltmarktführer für Nassrasierer. Das Berliner Werk ist mit 1200 Mitarbeitern das zweitgrößte im Konzern. Die „Mach3“-Rasierklinge half, den Standort Berlin im Wettbewerb der Konzern-Niederlassungen zu sichern. Die Produktionsanlagen sind hochspezialisiert. „Unter Weltraumbedingungen eines Hochvakuums“, so heißt es bei Gillette, wird „in einem starken elektrischen Feld Kohlenstoff Atom für Atom auf die Klingenschneiden aufgebracht“. Mit dem Verfahren werde sichergestellt, dass die hauchdünnen Klingen (0,075 Millimeter) stabil bleiben.

Die Geschichte der Rasierklinge begann in Berlin vor knapp 100 Jahren. 1907 wird in der Metallwarenfabrik Hugo Büchner die Produktion von Rasierapparaten aufgenommen. 1925 fusionieren Büchner und die Konkurrenzfirma Otto Roth. Gilette übernimmt die Roth-Büchner AG 1931. 1937 beginnt die Produktion in der Oberlandstraße. loy

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