Berlin : Hildebrandt sammelt für die Holzkreuze

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Nun wird um Geld gebeten. Alexandra Hildebrandt, Chefin des Museums am Checkpoint Charlie, möchte 36 Millionen Euro zusammenbekommen. Damit könnte sie die zwei Grundstücke kaufen, auf der sich zurzeit ihre private, aus tausend Holzkreuzen bestehende Gedenkstätte für die Opfer der deutschen Grenze befindet. Verkäuferin der beiden Flächen wäre die Bankaktiengesellschaft Hamm (BAG), die als Insolvenzverwalterin die Rechte hält.

Die BAG hatte mit einer Räumungsklage gegen Hildebrandt Erfolg: Am kommenden Dienstagmorgen soll ein Gerichtsvollzieher die Grundstücke räumen und die Holzkreuze sicherstellen lassen. Hildebrandt will bis dahin wenigstens eine symbolische Geldsumme zusammen bekommen, um zu zeigen, dass es ihr mit dem Kauf der Flächen Ernst ist. Über ein angebliches Gespräch mit einem BAG Vorstand sagte sie, die BAG erwarte am kommenden Dienstag die Kaufsumme oder eine Bürgschaft darüber. Die BAG äußerte sich am gestrigen Dienstag nicht und kündigte für heute eine Erklärung an.

Mit Hildebrandt rief der ehemalige Berliner Bundestagsabgeordnete Jochen Feilcke (CDU) zum Spenden auf. Das Geld soll auf einem Schweizer Konto gesammelt werden, das der Rainer-Hildebrandt-Stiftung gehört. Die Stiftung unterhält das Museum am Checkpoint Charlie, Alexandra Hildebrandt sitzt in deren Vorstand. Sie und Feilcke wollen in einem Jahr die Kaufsumme für die Grundstücke zusammenbekommen. wvb.

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