Himmelfahrt in Berlin : Bierkastenrennen am Schlachtensee noch immer verboten

Weiter tabu: Das Bierkastenrennen zu Himmelfahrt ist auch dieses Jahr am Schlachtensee verboten.

Yasmin Polat
Ein Erinnerungsbild aus dem Jahr 2013 - dem Jahr, in dem Bierkastenrennen am Schlachtensee verboten wurden.
Ein Erinnerungsbild aus dem Jahr 2013 - dem Jahr, in dem Bierkastenrennen am Schlachtensee verboten wurden.Foto: Britta Pedersen / dpa

Aus dem Südwesten nichts Neues: Wer kommenden Donnerstag große Lust verspürt, sich mithilfe eines Kasten Bier um einen See zu trinken, sollte lieber nicht an den Schlachtensee fahren. Dort sind Großveranstaltungen wie das Bierkastenrennen zu Vatertag und Himmelfahrt noch immer verboten, wie Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto in einer Pressemitteilung vergangene Woche erinnerte.

Das Verbot gilt seit drei Jahren

"2012 war ein solches Desaster, dass wir gesagt haben: Es reicht jetzt", sagt Markl-Vieto. Ein Bierkastenrennen an Himmelfahrt vor vier Jahren habe den ausschlaggebenden Punkt gegeben, um Großveranstaltungen wie den Kastenlauf am Schlachtensee verbieten zu lassen: "Der gesamte See hat nach Urin gestunken, Menschen sind in die umliegenden Gebüsche gefallen, haben dort ihre Notdurft verrichtet und überall lagen Flaschen", sagt die 64-Jährige vom Bündnis 90 / Die Grünen. Damals wurden 2000 Platzverweise erteilt, 2013 waren es nur noch 100.Gemeinsam mit der Polizei verhinderte das Bezirksamt weitere Veranstaltungen dieser Art und schon 2013 wurden trinkfreudige Seebesucher direkt am S-Bahnhof Schlachtensee abgefangen und auf das Verbot aufmerksam gemacht.

Schonende Benutzung ist gesetzlich vorgegeben

Gesetzlich sei eine schonende Benutzung von Grünflächen in Absatz 6, Paragraf 1 vorgegeben: "Anpflanzungen und Ausstattungen dürfen nicht beschädigt, verschmutzt oder anderweitig beeinträchtigt und andere Anlagenbesucher nicht gefährdet oder unzumutbar gestört werden", zitiert Markl-Vieto das Grünflächengesetz. Daher erinnert die Bezirksstadträtin auch in diesem Jahr in an das herrschende Verbot: "Wir wollen niemanden wegschicken", sagt Markl-Vieto. "Wir wollen viel lieber, dass erst gar keiner kommt".

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