Berlin : Hinrichtung im Wald

Mordopfer von Halbe waren Schleuser aus Berlin

-

Die in einem Wald bei Halbe erschossen aufgefundenen Männer sind in Berlin ins Auto ihres Mörders gestiegen. Bulduk K. und Cemal Ö. sollen wegen 2500 Euro ermordet worden sein – weil sie nicht, wie verabredet, für diese Summe einen Türken nach Berlin geschmuggelt haben. Beide Männer wurden regelrecht hingerichtet: Der 34jährige Cemal Ö. und der 48 Jahre alte Bulduk K. wurden von einer Vielzahl von Schüssen in Kopf und Oberkörper getroffen. Die Polizei fahndet jetzt bundesweit nach einem im brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis lebenden Türken, der die beiden Berliner mit seinem blauen Mercedes abgeholt hat. Ermittler bestätigten diese Darstellung.

Die Berliner Mordkommission hat die deutsche Frau von Cemal Ö. vernommen. Sie berichtete, dass Bulduk K., ein früherer Arbeitgeber ihres Mannes, am Dienstagabend vergangener Woche zunächst angerufen und später an der Tür geklingelt habe. Nach einer kurzen Unterhaltung seien ihr Mann und sein Freund gegen 22.30 Uhr nach unten gegangen. Vom Balkon habe sie gesehen, wie die Männer in einen dunklen Wagen mit „EE“-Kennzeichen davonfuhren – mit einer dritten, ihr unbekannten Person.

Als ihr Mann am nächsten Morgen nicht zurück war, rief die Frau die Polizei. Fast zeitgleich fanden zwei Förster am Mittwoch früh in einem Wald bei Halbe, dicht an der Autobahn A13, zwei Leichen. Der blaue Mercedes ist verschwunden, ebenso der Türke, der ein Gehilfe des Mannes sein soll, der mit Bulduk K. das 2500-Euro-Geschäft einfädelte. Sowohl Bulduk K. als auch Cemal Ö. – beide stammen aus dem gleichen Bezirk der türkischen Hauptstadt Ankara – seien „kleine Lichter“ und gehörten nicht zur Mafia, sagte ein Ermittler. Ha

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar