HINTER DEN KULISSEN : HINTER DEN KULISSEN

Union im Fußballfieber, eine Misswahl und die FDP kappt den Postweg zur CDU

Foto: Thilo Rückeis
Foto: Thilo Rückeis

Die Christdemokraten in Berlin sind fußballbegeistert. Der Steglitz-Zehlendorfer Kreischef Michael Braun fieberte am Donnerstag beim Champions-League-Finale der Damen mit und freute sich über den Sieg von Turbine Potsdam gegen Olympique Lyon. Dabei musste Braun auf den „Hausfrieden“ achten: Seine Frau ist Französin. Auch das Wochenende ist mit Fußball gefüllt: Die Südwest-CDU sponsert ein Internationales Jugendturnier beim BFC Preussen Lankwitz. Braun wird auf den Nachwuchs achten: Aus Enttäuschung über Team, Management und Nachwuchspolitik von Hertha BSC ist er aus dem Verein ausgetreten.

Die FDP möchte betonen, dass die folgende Geschichte keine Verbindung zur schwarz-gelben Bundesregierung hat. Am Donnerstag kappte die FDP im Abgeordnetenhaus den kurzen Draht zur CDU: Ein riesiger Schrank für die Rohrpostleitung zwischen den Büros des parlamentarischen Geschäftsführers der FDP, Björn Jotzo, und des CDU-Fraktions- und Parteichefs Frank Henkel wurde entfernt. Seit 2001 ist die Anlage nicht mehr in Betrieb. E-Mail-Verkehr gehe schneller und werde zwischen FDP und CDU auch nicht eingeschränkt, feixte Uwe Goetze, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU.

Die SPD-Abgeordnete Bilkay Öney wurde in eine Misswahl-Jury gewählt. In Köln sollte am späten Freitagabend die Miss Turkuaz gekürt werden, die schönste und am besten integrierte Deutsch-Türkin Deutschlands. Die Idee stammt von einer Ethno-Marketing- Firma. Frau Öney betont, dass sie nicht nur hohe Anforderungen an das Aussehen, sondern auch an die soziale Kompetenz der Bewerberinnen stelle. Schönheit sei vergänglich und relativ. Und die soziale Kompetenz wolle sie bei den Kandidatinnen durch „gezielte Fragen“ feststellen, sagte die SPD-Politikerin. Mehr verriet sie noch nicht. Sabine Beikler

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