HINTER DEN KULISSEN : HINTER DEN KULISSEN

Wie das Politische ins Private übergeht und man in Franken für die Linke wirbt

Foto: promo
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Die parlamentarische Arbeit kann im Umgang mit der eigenen Familie angenehme Nebeneffekte haben. Margit Görsch ist frauenpolitische Sprecherin der CDU und vertritt als Politikerin die Meinung, dass eine Frau mit Kind ihren Beruf nicht aufgeben sollte. Sie selbst habe zu DDR-Zeiten ihren Beruf als Maschinenbauingenieurin nicht aufgeben müssen, als sie ihren Sohn bekam, sagt die heute 65-Jährige. Und die Großeltern seien damals auch eine große Hilfe gewesen. Frau Görsch ist inzwischen selbst Oma und unterstützt ihre berufstätige Schwiegertochter. Mit ihrem vierjährigen Enkel Leo hat sie schon viele Ausflüge gemacht. Sie registriert vor allem, dass Leo ein Faible für die See hat. Mit zwei Jahren habe er schon begeistert Fischbrötchen gegessen, sagt sie. Und kürzlich habe er trotz unfreundlicher Wassertemperaturen seine Füße begeistert in die Ostsee gehalten. So kann Frau Görsch ihren politischen Anspruch idealerweise praktisch umsetzen und wird dazu noch mit schönen familiären Erlebnissen belohnt.

Der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Uwe Doering, gönnte sich über Pfingsten ein paar Tage Urlaub am Bodensee. Auf der Fahrt machte er einen Zwischenstopp im fränkischen Nürnberg. Als er entspannt unter einem großen Sonnenschirm saß und nach oben blickte, entdeckte er den Schriftzug „Lederer“ darauf. Doerings erster Gedanke war nicht, dass Lederer Bräu aus Nürnberg eine der ältesten Brauereien Deutschlands ist und 1836 Eisenbahngeschichte schrieb: Als erstes Eisenbahnfrachtgut wurden zwei Fässchen Lederer-Bier von der Bayerischen Ludwigsbahn von Nürnberg nach Fürth transportiert. Doerings erster Gedanke galt seinem Landeschef Klaus Lederer. Er sendete ihm sogleich ein Foto mitsamt Sonnenschirm und dem Schriftzug „Lederer“. Klaus Lederer amüsierte sich sehr über diese unerwartete Werbung. Allerdings ist der Linkspolitiker nicht als Biertrinker bekannt. Er bevorzugt ein Glas guten Rotwein. Für Uwe Doering war diese Woche nicht nur wegen der Urlaubserlebnisse eine sehr angenehme Zeit: Er ist absoluter Fußballfan vom 1. FC Union und freute sich über einen neuen Sponsor: die Eberswalder Wurst. Sabine Beikler

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