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Renate Künast spendet in Schöneberg und Mieke Senftleben bläst zum Halali

Foto: Mike Wolff
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Es ist noch kein Wahlkampf, aber Regierung und Opposition bemühen sich nach Kräften, bei den Wählern nur noch gute Eindrücke zu hinterlassen. Vor allem im eigenen Kiez. So hat die virtuelle Spitzenkandidatin und Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Renate Künast, für die Wohnungslosen-Tagesstätte des Unionhilfswerks in Schöneberg 500 Euro springen lassen. Die Einrichtung betreut seit 20 Jahren Obdachlose, hilft ihnen materiell und therapeutisch. Mit ihrer Spende will Künast das langjährige Engagement des Hilfswerks würdigen und die Sozialstadträtin im Bezirk, Parteifreundin Sibyll Klotz, verhalf der guten Gabe mithilfe der eigenen Pressestelle zur notwendigen öffentlichen Resonanz. Nichts soll im Verborgenen blühen, und die edle Spende kam ja auch von Herzen. za

Was haben Wildschweine und Politiker gemeinsam? Von ihnen geht keine Gefahr aus, wenn sie nicht bedrängt werden. Ja, sie können sogar für viele Teile der städtischen Bevölkerung einen „besonderen Erlebniswert“ haben, wie die Stadtentwicklungsverwaltung auf eine Anfrage der Reinickendorfer FDP-Abgeordneten Mieke Senftleben antwortete. Wir reden jetzt von den Borstenviechern, die laut zoologischer Expertise als herrenlose Wildtiere gelten, die auch gern in städtische Räume vordringen. Zum Beispiel in die Cité Foch im Norden Berlins. Senftleben wollte wissen, ob der Senat in diesem wildschweinreichen Viertel die Richtlinie „Jagd im urbanen Raum“ berücksichtige und sich die Lage nicht vielleicht durch Bewegungsjagden verbessern lasse. Also mit Treibern, Hunden und Halali. In der Stadt will der Senat aber schon aus Sicherheitsgründen darauf verzichten. Faltblätter und das Wildtiertelefon müssen reichen. za

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