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Wowereit macht Umfragen bei Facebook und die SPD verzichtet auf Talente

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Als die Berliner CDU 2001 vorschlug, den nächsten Regierenden Bürgermeister direkt vom Volk wählen zu lassen, zuckten Rote und Grüne nur mit den Schultern. Schließlich stand die Entmachtung des christdemokratischen Regierungschefs Eberhard Diepgen bevor – und eine vorgezogene Neuwahl des Abgeordnetenhauses. Fast zehn Jahre später holt Klaus Wowereit das Thema wieder aus der Kiste und lässt bei Facebook diskutieren, ob eine Direktwahl des Regierenden Bürgermeisters nicht eine gute Sache wäre. Direkt ist direkter, meint Peter dazu. Macht das mal, sagt Uwe. Andere Diskutanten sind skeptisch. Die Frage Wowereits kommt nicht von ungefähr. Bei der letzten Umfrage lag er im direkten Vergleich mit der grünen Herausforderin Renate Künast mit 42 zu 37 Prozent vorn. za

Die SPD ist offenbar so gut drauf, dass sie bei der Wahl 2011 auf den einen oder anderen guten Kandidaten locker verzichten kann. Jedenfalls wurde der 31-jährige Lars Oberg, Referent im Bundesverkehrsministerium und ein politisches Talent erster Güte, bei den Nominierungen des Kreisverbands in Tempelhof-Schöneberg brutal weggesenst. Nicht einmal Listenplatz 5 gönnten die Freunde dem hoch aktiven Genossen, seit 2006 Bildungsexperte der SPD-Fraktion. Einen Wahlkreis in Schöneberg darf Oberg beackern, in dem möglicherweise Renate Künast antritt. Seine Chancen kann er sich ausrechnen. za

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