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Rot-rot-grünes Ferienprogramm: Drei Männer im Schnee

Foto: Kai-Uwe Heinrich
Foto: Kai-Uwe Heinrich

Wenn einer eine Reise tut, dann will er vor allem eines nicht erleben: die Kollegen zu treffen, mit denen er sich schon das ganze Arbeitsjahr lang arrangieren muss. Sinngemäß steht das sogar im Bundesurlaubsgesetz. Aber da die Welt ein Dorf ist und das Ferienzeitfenster winzig, lässt sich Nähe in der Ferne nicht immer vermeiden. So stellten die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Linken im Abgeordnetenhaus, Michael Müller und Udo Wolf, nach getaner Buchung fest, dass sie die Winterferienwoche in zwei benachbarten Dolomitendörfern verbringen würden. Für den Fall schlechten Wetters vereinbarten sie gemeinsame Einkehr in einer nahen Hütte. Doch das Wetter hielt, so dass der rot-rote Feriengipfel ausfallen konnte. Dafür sandte das Schicksal Müller einen anderen Bekannten: Nichts ahnend am Pistenauslauf unterwegs, traf er auf seinen Amtskollegen Volker Ratzmann von den Grünen. Großes Hallo, zumal beide nichts von den Urlaubsplänen des jeweils anderen wussten.

Bleibt die Frage, wo Udo Wolf ist. Seine Pressesprecherin konnte ihn am Freitag immerhin telefonisch erreichen. Dass ihn die anderen während der Woche in Südtirol nicht gesehen haben, überrascht aber nicht wirklich. Denn Wolf ist keiner, der sich vom Lift auf den Berg schleppen lässt und dann schnöde die Piste runterwedelt: Der Linke ist Skibergsteiger, der seine Hightech-Ausrüstung mühsam auf entlegene Gipfel schleppt, um dann auf abenteuerlichen Wegen talwärts zu pflügen. Da trifft er nur, wen er will. Stefan Jacobs

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