HINTER DEN KULISSEN : HINTER DEN KULISSEN

Von rot-roten Widersprüchen und einem unerwarteten Rigorosum

Foto: Doris Klaas
Foto: Doris Klaas

In der beliebten Oppositionsdisziplin, Widersprüche in der rot-roten Koalition zu provozieren, konnten sich am Donnerstag die Grünen über einen Punktsieg freuen. Es ging um den Wiederaufbau der Schinkel-Akademie, es sprach die Grünen-Politikerin Franziska Eichstädt-Bohlig. Als sie beantragte, den abwesenden Regierungschef Klaus Wowereit herbeizuzitieren, gingen bei der Abstimmung neben den Händen der Opposition überraschend auch einige Hände bei der Linken nach oben. Das freute CDU und Grüne, man sprach von einem Eklat für Rot-Rot. In der Regierungskoalition sah man’s gelassen. Im Vergleich zum koalitionsinternen Streit um ÖBS oder Wasserbetriebe ist so eine  Abstimmungsniederlage wohl wirklich eine Petitesse. lvt

Laut seinem Terminkalender hatte der stellvertretende Abgeordnetenhauspräsident Uwe Lehmann-Brauns am Freitagvormittag eine Regierungsdelegation aus Kenia zu empfangen. „Empfang“ – das klingt entspannt. Doch für den Juristen und Anwalt Lehmann-Brauns wurde das Treffen zu einer Prüfung, im Wortsinn. Anderthalb Stunden lang hätten ihn die Leute aus Kenia mit Verfassungsfragen von der Art gelöchert, warum der Bürgermeister in Potsdam von den Bürgern, in Berlin jedoch vom Abgeordnetenhaus gewählt werde. „Wie im Rigorosum“, sagte Lehmann-Brauns nach dem Empfang. wvb.

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