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Rot-Schwarze Doppelnamen in Moskau und Größenunterschiede in der Bildung

Foto: Mike Wolff
Foto: Mike Wolff

Berlin feiert in diesem Jahr mit Moskau 20 Jahre Städtepartnerschaft. Am Sonntag wird der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) seinen Moskauer Amtskollegen Sergej Sobjanin besuchen und die „Berliner Tage in Moskau“ eröffnen. Schon in dieser Woche war eine Delegation des Abgeordnetenhauses zu Gast in Russland. Parlamentspräsident Walter Momper (SPD) erhielt im Beisein der beiden Vize-Präsidenten Uwe Lehmann-Brauns (CDU) und Karin Seidel-Kalmutzki (SPD) den „Orden für Verdienste um die Stadt Moskau“. Als die Delegation wieder im Bus saß, witzelte man über die Doppelnamen und fragte, ob man diese durch Heirat „mischen“ könnte wie Seidel-Brauns oder Lehmann-Kalmutzki. Juristisch geht das natürlich nicht. „Strafverschärfend“ komme hinzu, dass beide Vize-Vorsitzenden auch schon anderweitig verheiratet seien, sagte Lehmann-Brauns.

Man kann nur erahnen, wie viele Handyfotos von FDP-Bildungspolitikerin Mieke Senftleben und Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) kursieren. Jedes Mal, wenn die beiden vor Kameras interviewt werden, muss Frau Senftleben auf einen Stapel Kopierpapier steigen. Der Größenunterschied zwischen den beiden misst genau 30 Zentimeter. Das schaut im Fernsehen nicht elegant aus. Die 1,59 Meter große Liberale sieht ihre künstliche „Erhöhung“ ganz gelassen. Während Zöllner lieber mit Excel-Tabellen argumentiere, sagt Senftleben, komme es in der Bildungspolitik vielmehr auf die „wahre, innere Größe“ an. Sabine Beikler

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