HINTER DEN KULISSEN : HINTER DEN KULISSEN

Udo Wolf ersteigert einen Laufanzug und Andreas Statzkowski rettet das Cricket

Foto: Mike Wolff
Foto: Mike Wolff

Er liebt nicht nur den Fußball, sondern auch jene Sportarten, die auf Schnee und Eis ausgetragen werden. Der Chef der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, Udo Wolf, läuft selbst gern Ski und ist ein großer Fan der Eisschnellläuferin Jenny Wolf, die seit 2009 den Weltrekord über 500 Meter (in 37,0 Sekunden) hält und Trägerin des Verdienstordens des Landes Berlin ist. Und so ersteigerte Wolf kürzlich während der fünften Deutsch-Russischen Festtage auf der Trabrennbahn in Karlshorst den signierten Rennanzug der schnellen Jenny aus der vergangenen Eislaufsaison. Die Sportlerin war zugegen, geleitet wurde die Auktion von der Lichtenberger Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich. Verwandt oder verschwägert sind die beiden Wolfs nicht – doch immerhin, sie gehören derselben Partei an. za

Auch in anderen Parteien gibt es hingebungsvolle Förderer des Sports. Selbst das Cricket, außerhalb des britischen Königreichs wenig populär und noch weniger verstanden, hat in Berlin gute Freunde. So machte sich der Christdemokrat Andreas Statzkowski, früher Bürgermeister in Charlottenburg-Wilmersdorf und Vizepräsident des Sport Clubs Charlottenburg (SCC) große Sorgen, weil den 150 bis 200 Cricket-Aktiven in der Hauptstadt eine geeignete Spielfläche fehlt. Mindestens seit 1954 wurde im Olympiapark, ehemals britische Besatzungszone, der originelle Rasensport betrieben. Aber der Körnerplatz wurde nun gesperrt, weil die Bälle trotz eines Fangzauns weit außerhalb des Grüns Autos demolierten und Fenster zerstörten. Versicherungsfälle zulasten des Landes Berlin. Aber Statzkowski stocherte hartnäckig nach, und der Sportsenator Ehrhart Körting (SPD) hatte ein Einsehen. Ab 2012 darf auf dem Maifeld gefahrenlos Cricket gespielt werden. za

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben