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Happy Hour für das Parlament: Party-Abschied in die Sommerpause

Foto: promo
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Am Ende sollte es zügig gehen bei der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses vor der Sommerpause. Bis halb zwölf Uhr nachts war die Tagesordnung gefüllt, aber die Parlamentarier beeilten sich. Rechtzeitig vor 22 Uhr wollten einige fertig werden, um sich zum After Work Club ins „Felix“ am Brandenburger Tor aufzumachen. Denn bis dahin würden sie kostenlos in den Klub hineinkommen – „friendly supported“, mit freundlicher Unterstützung eines lokalen Radiosenders. Ein VIP-Bändchen für vergünstigte Getränke gab es für die Pünktlichen obendrauf. Damit schlossen sich die Parlamentarier einer Aktion an, die der Radiosender in seinem Programm beworben hatte – um nicht nur Politikern, sondern auch allen anderen Berlinern die Chance auf eine vergünstigte Partynacht zu eröffnen. Um kurz vor zehn war die Parlamentssitzung beendet und viele Feierfreudige trafen sich kurz darauf im Club.

Rund dreißig Abgeordnete und Mitarbeiter aus verschiedenen Fraktionen folgten der Einladung der SPD-Abgeordneten Sven Kohlmeier und Sandra Scheeres. Kohlmeier trägt den Ehrentitel eines partypolitischen Sprechers seiner Fraktion. Völlig ernst gemeint ist das nicht, aber Kohlmeier rechnet es zu seinen Aufgaben, auch im Abgeordnetenhaus gute Laune zu verbreiten. Vor der Sommerpause wollte er den Kollegen über Fraktionsgrenzen hinweg die Gelegenheit geben, miteinander einen entspannten Abend zu verbringen. Mitorganisatorin Scheeres genoss den ersten Abend, an dem sie ausging und tanzte, seit sie vor anderthalb Jahren ihr zweites Kind zur Welt brachte.

Manche Feierfreudige fanden schnell den Weg auf die Tanzfläche, andere standen zunächst ein wenig hüftsteif auf einer Treppe herum. Gerade die Älteren stachen unter dem sehr jungen Publikum des After Work Clubs hervor. Die können sich freuen, wenn sie mal ein Lied erkennen, so wurde gewitzelt. „Hier tanzt ja sonst meine Tochter ab“, sagte einer der Mitfeierer, als er den Klub betrat.

Schon einmal, vor rund zwei Jahren, waren Abgeordnete aller Fraktionen in den Klub eingeladen worden. Damals habe sie an manchen ganz neue Seiten kennengelernt, erzählte SPD-Politikerin Scheeres. Zum Beispiel habe sie die Liebe eines CDU-Kollegen zum Hardrock entdeckt. Nach so einer gemeinsamen Party habe man einfach einen anderen, persönlicheren Umgang miteinander – und der helfe auch im politischen Alltag.kch

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