HINTER DEN KULISSEN : HINTER DEN KULISSEN

Borschtsch für linke Mietenexperten und ein Gartenzwerg für einen Grünen

Grünes Geschenk. Einen Gartenzwerg gab es für Benedikt Lux (r.). Foto: promo
Grünes Geschenk. Einen Gartenzwerg gab es für Benedikt Lux (r.). Foto: promo

Nach zehn Jahren rot-roter Regierungsarbeit suchen die Linken ihre neue Rolle in der Opposition. Unabhängig von künftigen politischen Debatten registrieren die Linkspolitiker doch eine neue Freiheit: Sie haben mehr Zeit. Uwe Doering, dienstältester parlamentarischer Geschäftsführer des Abgeordnetenhauses und seit 1996 im Amt, befasste sich schon in der vergangenen Legislaturperiode mit Mietenpolitik. Jetzt ist er in seiner Köpenicker Wohnanlage ein gefragter Mann. Nachbarn kommen wegen mietenrechtlicher Fragen zu ihm und bitten um Rat. Als Dank brachte kürzlich eine Nachbarin einen großen Topf Borschtsch vorbei. Und Döring wird gern auf ein Getränk eingeladen. Was für ein Freizeitstress.

Im Wahlkampf frotzelte der SPD-Abgeordnete Torsten Schneider gegenüber seinem Grünen-Kollegen Benedikt Lux, dass es in Steglitz-Zehlendorf „nur Spießer“ gebe. Das meinte Schneider nicht ernst. Aber Lux, der in Lichterfelde aufwuchs und in Steglitz-Zehlendorf kandidierte, forderte ihn heraus: „Dann kaufen Sie mir doch einen Gartenzwerg.“ Also begab sich Schneider auf die Suche nach einer besonders hübschen Ausgabe der Gattung Gartenzwerg. Am Donnerstag überreichte Schneider im Parlament das giftgrüne Modell „Ben, der betende Gartenzwerg“. Benedikt Lux ist gläubiger Katholik und war in seiner Jugend Ministrant. Seit dreieinhalb Monaten ist er nun Vater der kleinen Marie Channuri. Lux sagte, zu den notwendigen „Übeln“ des neuen Familienlebens mit Kind und Lebensgefährtin Lisa habe kürzlich der Kauf eines VW Passat Kombi gehört. So viel zum Thema spießig. Sabine Beikler

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