Berlin : HINTER DEN KULISSEN

Robert Schaddach gibt einen aus, Frank Henkel steckt einiges ein

Robert Schaddach

Wer erfolgreich Politik machen will, sollte gute Kontakte haben. Nichts ist so hilfreich wie eine gründliche Kenntnis der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Deshalb ist die SPD-Fraktion froh, dass sie den Genossen Betriebswirt Robert Schaddach in ihren Reihen hat. Als nämlich die Frage aufkam, wohin der nächste Betriebsausflug der Fraktion gehen könnte, schlug der Abgeordnete aus Treptow-Köpenick die Berliner Bürgerbräu vor. Für die letzte mittelständische Brauerei in Berlin, schön gelegen am Müggelsee, arbeitet Schaddach als PR-Chef. Also kaperten die Sozialdemokraten gestern einen Dampfer, und nach einem Mittagssnack schritten die Volksvertreter zur Brauereibesichtigung. Der Unternehmenschef Paul Häring, gebürtiger Franke, hielt dann am Tisch des SPD-Chefs Michael Müller ein flammendes Plädoyer für den Mittelstand. Ein Leib- und Magenthema des SPD-Manns, dessen Familie in Tempelhof eine Druckerei führt. za

Längst haben die Christdemokraten entdeckt, dass man soziales Engagement nicht den Sozialdemokraten überlassen muss. Das gilt auch für den Berliner Südwesten, von dem manche denken, dort sei die Welt noch in Ordnung. Das ist sie nicht, wie

Michael Braun

, Chef der Südwest-CDU, weiß. Mit anderen engagiert sich Braun deshalb für ein Projekt namens Busstop. Damit will man kriminellen Jugendlichen aus der Thermometersiedlung beim Übergang in ein nichtkriminelles Leben helfen. Für den guten Zweck organisieren Braun und seine Mitstreiter jährlich ein Tennisturnier. Tennis kann sehr hart sein, wie Braun weiß. Im vergangenen Jahr verließ er den Court als Invalide. Nach einem Sturz war der Arm kaputt. In diesem Jahr traf es Frank Henkel. Der CDU-Generalsekretär Frank Henkel zog sich einen doppelten Bänderriss zu. Man kämpfe eben bis zum Umfallen, sagt Braun. Und darüber hinaus. wvb.

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