Berlin : HINTER DEN KULISSEN

Eine Ente in Wowereits Ofen und ein Preis für FDP-Chef Löning

Das Weihnachtsessen erfüllt ja nicht nur den Zweck, ordentlich satt zu werden. Es ist eine Tradition. Die einen bevorzugen Karpfen blau oder Gans, andere belassen es bei Würstchen und Kartoffelsalat. Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit ist, diese Frage betreffend, ein Gewohnheitstier. Bei ihm gibt es am 1. Weihnachtstag Ente mit Klößen und Rotkraut. Kein Grünkohl dazu, wie es in Berlin durchaus üblich ist. Das hat rein geschmackliche, keine politischen Gründe. Vorher reicht der Regierende Küchenchef ein klares Hühnersüppchen, die Entscheidung über das Dessert ist noch nicht gefallen. Keine Charlotte Lorraine, die fabriziert Wowereit nur im Sommer. Vielleicht ein Birnen-Tartar, mal schau’n. Zeit und Muße, am Kochtopf Visionen zu zeigen, hat Wowereit genug. Er macht ab Weihnachten bis Mitte Januar Urlaub. za

Da ist jemand unter Zugzwang geraten. Der FDP-Landeschef Markus Löning – ein besonnener, für die Politik fast zu netter Mensch – muss sich jetzt des ziemlich forschen FDP-Fraktionsvorsitzenden Martin Lindner erwehren, der ab April 2008 auch den Parteiverband führen will. Es hat damit aber überhaupt nichts zu tun, dass Löning die Öffentlichkeit gegen jede Form des Mobbings mobilisieren will, weil die Betroffenen „häufig einen deutlichen Verlust an Selbstwertgefühl und Lebensqualität erleiden“. Für sein Engagement wurde dem europapolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion jetzt der Anti-Mobbing-Award der Bundesarbeitsgemeinschaft gegen Mobbing verliehen. za

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