Berlin : HINTER DEN KULISSEN

Ramona Pop fragt, Friedbert Pflüger antwortet

Fast empfand die Grünen-Abgeordnete Ramona Pop Mitleid mit dem Frauensenator Harald Wolf von der Linken. Da bedankte dieser sich in der Plenarsitzung noch für Pops ironische Frage nach seiner Einschätzung der steilen Thesen der Linkspartei-Familienpolitikerin Christa Müller, Gattin des Linkspartei-Alphamannes Oskar Lafontaine. Müller hatte das Elend der durch Genitalverstümmelung gequälten Frauen mit dem Leid von krippenbetreuten Kindern verglichen. Pops Frage an Wolf gab dem Frauensenator die Möglichkeit festzustellen, dass dies nicht Mehrheitsmeinung der Linken sei. Nach Wolfs artigem Dankeschön fragt sich Ramona Pop, ob die Berliner Linken denn wohl so verzweifelt über ihre Bundes-Genossen und deren teilweise bizarre Ansichten sind, dass sie eine Fragestunde im Abgeordnetenhaus brauchen, um auf Abstand zu diesen gehen zu können.

Zwischen dem CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger und der Linkspartei-Kollegin Carola Bluhm hat sich eine Art postmoderne Brieffreundschaft entsponnen. Bluhm hatte im Abgeordnetenhaus über Pflügers Blog im Internet gespottet. Daraufhin hatte Pflüger, der einen Sinn für subtile Boshaftigkeit zu haben scheint, „einen Blog für Carola Bluhm“ verfasst und die Linkspartei-Fraktionschefin ironisch dafür gelobt, dass sie sich bei ihm fundierte Informationen hole. Doch fehle es ihr ein wenig an Übung mit dem Medium. Daraufhin belehrte ein Blog-Leser Pflüger im Netz. Von wegen Übungsmangel – es hätte in diesem Zusammenhang – nämlich „an Carola Bluhm“ – nicht „blog“, sondern „post“ heißen müssen. wvb.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben