Berlin : HINTER DEN KULISSEN

Klaus Lederer findet den Weg nach oben nicht so wichtig und Sebastian Czaja punktet im politischen Nahkampf

Ein Mann (oder eine Frau) will nach oben. Aber wann hat man das eigentlich geschafft? Das fragte jetzt das Schwulen-Magazin „Siegessäule“ und stellte sieben Berliner Erfolgsgeschichten vor. Zwischen Tillman Prinz, Geschäftsführer der Bundesarchitektenkammer und Anne Champert, musikalische Studienleiterin an der Deutschen Oper, lächelt dem Leser der Landeschef der Linkspartei entgegen: Klaus Lederer. Hinter ihm hängt, hübsch holzgerahmt, Karl Marx. Allerdings kann Lederer mit der Frage, ob er es als Schwuler „nach oben geschafft“ habe, nichts anfangen. „Wenn, dann habe ich es als Mensch geschafft.“ Außerdem gab der 34-jährige Parteichef zu bedenken, dass er nicht einmal über einen Dienstwagen verfüge. Und seine Eltern hätten ihn ermahnt, sich nicht zu viel aufzuladen. Trotzdem orakelt das Magazin über den Tag, an dem Lederer aus dem Abgeordnetenhaus in den Bundestag wechselt. za

Das wäre mal ein Forschungsprojekt für die FDP-nahe Friedrich-Naumann- Stiftung: Wie viele Monate vergehen in der Berliner FDP durchschnittlich bis zur nächsten Intrige? Und: Können andere Landesverbände da mithalten? Derzeit beharken sich die Liberalen von Marzahn und Hellersdorf um die Vorherrschaft im Bezirksverband. Der hat etwa 83 Mitglieder. Marzahn ist eben nicht unbedingt eine Hochburg des Liberalismus in Berlin. Jedenfalls haben der frühere Bezirkschef Erich Roost und seine Kollegen den Rückzug angetreten. Die Hellersdorfer um den Abgeordneten Sebastian Czaja hielten sich nicht an die Regeln fairen Umgangs, heißt es in der Rücktrittserklärung. Sebastian Czaja, der 2005 von der CDU zur FDP gewechselt war und seither fleißig Mit-Liberale geworben hat, wundert sich über die Vorwürfe. Fest steht: Auch in kleinen Verbänden kann das politische Leben toben. wvb.

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