Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Klaus Wowereit bei Anke und Öczan Mutlu für Max Der Regierende Klaus Wowereit macht bekanntlich fast alles mit. Sogar die LateNight-Show von Anke Engelke am vergangenen Donnerstag. Im Streifenhemd ohne Krawatte ließ er, gut frisiert wie immer und schnoddrig drauf, jede Menge Flachsinn über sich ergehen. „Der Vatertag ist ja nicht Ihre Sache“, frotzelte Anke. Eher schon der Christopher Street Day. Und so ging es eine Weile fort. Zur Wahl des Bundespräsidenten am Sonntag wurde der Regierende Bürgermeister befragt, aber auch zur Lederbesohlung seiner Schuhe und zu den Partys, die er besucht. Endlich fand Wowereit die Gelegenheit, allen Anke-Fans mitzuteilen, dass er leider kaum Zeit hat für vergnügliche Festivitäten. Hier und da mal einen Ball eröffnen, aber das sei es auch schon. Der Gipfel der Spaßsendung war wohl erreicht, als der Gast zu zwei Muppet-Show-Mäusen hereingelassen wurde, die als Autoren der Late-Night- Sketche zu dienen hatten. „Wer bist du denn?“, fragten sie Wowereit. Na, wer wird er schon sein? „Der Regierende Bürgermeister von Berlin“, und dann hatte der SPD-Mann genug von den Mäuschen und murrte: „Dann schreibe ich eben meine Texte selbst.“ Ach was – das wäre ja das erste Mal.

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Jeder Gast bekam einen Begrüßungssekt gratis und konnte einen Gutschein über ein Abendessen oder einen Brunch für zwei Personen gewinnen. Voraussetzung war der richtige Tipp für den Sieger des „Eurovision Song Contest 2004“. Im Restaurant „Agora“ in der Kollwitzstraße in Prenzlauer Berg, das dem Bruder des Berliner Grünen-Abgeordneten Öczan Mutlu gehört, war am Abend des 15. Mai richtig was los. Alle drückten den Daumen für Max. Nicht nur die Mutlus, sondern auch die Europaparlaments- Kandidaten Cem Özdemir, Elisabeth Schrödter und andere Politiker der Grünen saßen vor dem großen Fernseher und warteten gespannt auf das Votum der Jury. Mutlu, geboren im türkischen Kelkit, war besonders sauer auf die Juroren aus der Türkei, die Max die volle Punktzahl nicht gönnen wollten. Obwohl der doch eine Strophe auf türkisch sang… Ulrich Zawatka-Gerlach

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