Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Ein neuer Bürgermeister in Aulendorf und ein ExBürgermeister in Paris Die Berliner CDU konnte mit Georg Eickhoff nicht viel anfangen. Er hatte den Gesprächskreis Hauptstadtunion mit ins Leben gerufen, die Gruppe der „Hugenotten“, die in der Partei lange Zeit als aufmüpfige Dissidenten verschrien waren. Nun wird er Bürgermeister von Aulendorf. Ein kleiner Kurort zwischen Donau und Bodensee. Sein Büro in der baden-württembergischen Landesvertretung, wo Eickhoff als Bildungsreferent gearbeitet hat, ist schon aufgeräumt. Am Montag wird der gebürtige Rheinländer und fleißige Kirchgänger, der mit einer brasilianischen Malerin verheiratet ist, im Aulendorfer Schloss feierlich ins Amt eingeführt. Gegen mehrere einheimische Kandidaten hat er sich durchsetzen können. Hartnäckig war Eickhoff schon immer.

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Der Wirtschafts-Staatssekretär Ditmar Staffelt , der für die Berliner SPD im Bundestag sitzt, spricht so gut französisch, dass er bei einem Diensttermin in Paris zu der Ehre kam, ein Viertelstündchen mit Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac zu plaudern. Der erinnerte sich an 1987, als er Pariser Bürgermeister war und einen Partnerschaftsvertrag mit Berlin unterschrieb. Wer war noch gleich Regierender Bürgermeister? Ach ja, der Monsieur Eberhard Diepgen. Einen schönen Gruß auch – und ob er sich noch an das kleine Motorrad erinnere, das er damals als Gastgeschenk mitgebracht habe. Das Gefährt wurde gut gepflegt; Chiracs Tochter fährt ab und zu damit spazieren. Ulrich Zawatka-Gerlach

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